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Kunstseide pp 285-316 | Cite as

Die Wirtschaft der Kunstseide

  • E. Raemisch
Part of the Technologie der Textilfasern book series (TETE, volume 7)

Zusammenfassung

Die Bemühungen um die Herstellung eines künstlichen Seidenfadens sind schon alt. Bereits vor zwei Jahrhunderten beschäftigte man sich mit diesem Problem. Nachdem der bekannte Physiker Réaumur schon im Jahre 1734 theoretisch die Möglichkeit, künstliche Seide herzustellen, festlegte, konnte jedoch an eine Verwirklichung dieses Gedankens erst nach der Erfindung der Nitrozellulose und des Kollodiums durch den deutschen Chemiker Schönbein im Jahre 1845 gedacht werden. Die ersten praktischen, mit Erfolg gekrönten Versuche wurden 1855 von dem Schweizer Audemars gemacht, der nitrierte junge Maulbeerzweige mit chemischen Mitteln auflöste und von dieser Mischung mit einer Nadel Fäden abzog, die rasch trockneten und erhärteten. Obwohl dieses Verfahren durch den Engländer Swan verbessert wurde, indem er die Nitrozelluloselösung durch Düsen in ein Fallbad auspreßte, in dem der Faden koagulierte, d. h. zu einem endlosen Faden erstarrte, und durch Denitrieren dem Faden seine Explosivität nahm, war auch diese Herstellungsweise noch unvollkommen und in der Praxis nicht verwertbar. Diese Kunstseide konnte nur als Glühgewebe der Gasbeleuchtung Verwendung finden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • E. Raemisch
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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