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Krankheiten durch äußere physikalische Ursachen

  • Ernst Lauda
Chapter
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Zusammenfassung

Der Taucher muß, um ein Gasgemisch zur Atmung zur Verfügung zu haben, das Gas unter hohem Druck atmen, entweder muß der Taucherhelm immer einen Überdruck haben, der proportional mit der erreichten Wassertiefe steigen muß, für je 10 m Tiefe bekanntlich um eine Atmosphäre, oder es muß Helm mit Tauchanzug eine Gashülle um den Taucher bilden, aus der er atmet und die auch unter dem hohen Druck stehen muß. Daß das Atmen unter solchem Druck anstrengend und daß Arbeit unter diesen Bedingungen schwer ist und rasch ermüdet, versteht sich. Man läßt den Taucher meist auch nur für kurze Zeit unter Wasser. In Caissons sind die Drucke weniger hoch, selten mehr als vier Atmosphären. Die Caissonkrankheit tritt auf — gleiches gilt für den Taucher —, wenn der Betreffende in den Normaldruck zurückkehrt. Schmerzen, hauptsächlich in den Gelenken, und Lähmungen sind die wichtigsten Symptome. Diese Druckentlastungskrankheiten beruhen darauf, daß die Gewebe im Überdruck mit Stickstoff übersättigt wurden und daß der Stickstoff beim niederen Druck in Gasblasenform frei wird. Während des Aufenthaltes im Überdruck (im Taucheranzug oder im Caisson) muß das Gewebe Stickstoff aus dem Blut absorbieren. Hierbei hängt die Menge des absorbierten Gases ab 1. von der Höhe des Druckes, 2. von der Expositionszeit, nach eineinhalb Stunden sind die Gewebe im Verhältnis zum gegebenen Druck maximal mit N gesättigt und 3.

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© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • Ernst Lauda
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen Universitätsklinik WienÖsterreich

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