Der dioptrische Apparat des Auges

  • Rudolf Höber

Zusammenfassung

Der Gesichtssinn erregt in uns die ganze Fülle der Lichter in ihrer verschiedenen Farbigkeit und Intensität, wir empfinden sie in bestimmter Ausdehnung und an einem bestimmten Ort, sie ordnen sich zu Sehdingen von bestimmter Form und Größe, welche ein bestimmtes Lageverhältnis zueinander einnehmen, gegebenenfalls sehen wir sie in Bewegung. All das beruht zuvörderst auf der Tätigkeit der Netzhaut, welche durch den ihr adäquaten Reiz der Ätherwellen — oder wie wir gewöhnlich sagen — durch Lichtstrahlen hervorgerufen wird. Dementsprechend ist es unsere Hauptaufgabe, die Beziehungen zwischen den physikalischen Vorgängen in der Außenwelt und den physiologischen Prozessen der Netzhaut klar zu legen. Aber zwischen Außenwelt und Netzhaut liegt der dioptrische Apparat des Auges, welcher dazu da ist, die räumlich verschieden verteilten Ausgangspunkte der Lichtstrahlen auf die Netzhaut zu projizieren, so daß diese in entsprechendem Maß an verschiedenen Stellen verschieden erregt wird und dadurch die Möglichkeit einer Unterscheidung der physikalisch-optischen Verhältnisse der Außenwelt gewährt. Von diesem dioptrischen Apparat soll zuerst die Rede sein.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Rudolf Höber
    • 1
  1. 1.Physiologischen InstitutsUniversität KielDeutschland

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