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Unterirdische Stämme

  • Josef Moeller
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Zusammenfassung

Die Fähigkeit, nach der Winterruhe Blätter und Blüten zu entwickeln, verdanken unsere Holzgewächse bekanntlich dem Umstande, dafs sie in ihrem ausdauernden Stamme reichlich Reserve-Nahrungsstoffe aufspeichern, welche bei Anbruch der für die Vegetation günstigen Jahreszeit sofort zur Verwendung kommen können. Gleichzeitig oder sogar noch vor dem Ausbruche des Laubes spriefsen zahlreiche Kräuter aus dem Boden, welche augenscheinlich sich nicht aus Samen entwickelt haben, und graben wir nach, so finden wir, dafs der frische Trieb einem Knollen, einer Zwiebel oder einem Wurzelstocke entspringt, Gebilden, die unmöglich das Erzeugnis weniger sonniger Tage sein können, denen man es vielmehr anmerkt, dafs sie lange Zeit im Schofse der Erde ruhten. Sie haben für die Kräuter dieselbe physiologische Bedeutung, wie die Stämme für die Holzpflanzen, sie sind eben unterirdische Stämme.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1886

Authors and Affiliations

  • Josef Moeller
    • 1
  1. 1.Wiener UniversitätÖsterreich

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