Pflanzliche und thierische Parasiten

  • Hermann Lenhartz

Zusammenfassung

Die bisher bekannten Erreger der Infektionskrankheiten gehören sämmtlich zu den niederen Pilzen. Die systematische Eintheilung derselben war vielfachem Wechsel unterworfen. Zweckmässig erscheint mir die von Flügge-Frosch vorgenommene Gruppirung in:
  1. 1.

    Spaltpilze, Schizo-(Schisto-)myceten oder Bakterien. 2. Streptotricheen. 3. Spross- oder Hefepilze oder Blastomyceten. 4. Faden- oder Schimmelpilze oder Hyphomyceten.

     

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Referenzen

  1. 1).
    Durch Zusatz von 1 – 10% starken Salzlösungen, die man vom Deckglasrande her einwirken lässt, werden z. B. in anfangs homogenen Pilzfäden hellglänzende Körper erzeugt, die beim Auswaschen mit Wasser verschwinden und offenbar dadurch entstehen, dass sich das Protoplasma von der Zellenmembran ablöst, und zu Klumpen zusammenzieht; nach dem Auswaschen der Salzlösung dehnt es sich bis zum früheren Umfang wieder aus. Je nach der Länge der Bakterien beobachtet man bald eine, bald zwei oder gar mehrere helle Zonen, die von Unbefangenen sehr wohl als Sporen gedeutet werden könnten; ihre Entstehung bei Zusatz, ihr Verschwinden beim Auswaschen der Salzlösung überzeugt aber leicht, dass es sich um Kunstprodukte handelt.Google Scholar
  2. 1).
    Ueber Ausnahmen s. u. a. bei Cholera, Diphtherie u. a.Google Scholar
  3. 1).
    Die gewünschten Wärmegrade erreicht man in dem sog. Brutschrank (Thermostat), einem doppelwandigen Kupferschrank, der aussen mit Filz überzogen ist. Er enthält meist 2 Abtheilungen, deren jede durch eine dicke Glasfensterthür und Kupfer-Filzthür geschlossen werden kann. Zwischen der Wandung befindet sich warmes Wasser, dessen Wärmegrade an einem Thermometer aussen abgelesen werden können. Die Erwärmung wird durch eine eigenartige (Thermoregulator) Vorrichtung geregelt, indem der Gaszufluss bei Erreichung einer bestimmten Temperatur durch Quecksilber ausgeschaltet wird.Google Scholar
  4. 1).
    Von Lautenschläger in Berlin zu beziehen.Google Scholar
  5. 1).
    Am besten ist es, das geschmolzene, in Petri’sche Schalen gegossene und wieder erstarrte Agar durch längeres Verweilen im Brutschrank und dadurch bewirktes Abdunsten von dem „Kondensationswasser” zu befreien.Google Scholar
  6. 1).
    Löffler’s Blutserum: 3 Theile Hammel- und Rindsserum, 1 Theil Rindsbouillon, die mit 1 % Traubenzucker, 0,5 % Kochsalz und 1 % Pepton versetzt ist.Google Scholar
  7. 1).
    Die Abbildung ist nach einem Originalpräparat des Herrn Kollegen Pfeiffer entworfen, dem ich für die Ueberlassung des Präparats hierdurch danke.Google Scholar
  8. 1).
    Nach den Untersuchungen Askanazy’s ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Darmtrichinen sich selbst in die Darmschleimhaut einbohren und ihre Jungen dort (bez. in die Chylusgefässe) absetzen. Der Lymphstrom führt die Embryonen weiter.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1900

Authors and Affiliations

  • Hermann Lenhartz
    • 1
  1. 1.Deutschland

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