Sapones

Seifen
  • Eugen Dieterich

Zusammenfassung

Die Herstellung von Seifen wurde im Apotheken-Laboratorium eigentlich niemals gepflegt. Mit Ausnahme der wenigen in den Pharmakopöen enthaltenen und in der Regel nicht auf der Höhe ihrer Zeit stehenden Formen kommen Seifenpräparate nicht vor. Die Pharmacie nahm bis jetzt wenig Notiz von den grossen Fortschritten, welche die Seifenindustrie im Laufe der Zeit gemacht hatte, und blieb bis heute bei ihren alten — um nicht zu sagen: veralteten — Bereitungsweisen stehen. So kam es, dass die medizinischen Seifen ausschliesslich in Seifenfabriken hergestellt wurden und dass sie in den Apotheken eigentlich nur als Handelsartikel gekannt waren und noch sind. Aber auch andere Seifengattungen, besonders solche für technische Zwecke, sind berufen, zu den Handverkaufsartikeln der Apotheken zu zählen, umsomehr, als ihrer Herstellung im Apotheken-Laboratorium Schwierigkeiten nicht entgegenstehen. Obwohl es Brauch ist, die einzelnen Stücke der medizinischen Seifen in hübsche Formen zu pressen und sie dann geschmackvoll einzuhüllen, so ist ersteres doch nicht so dringend notwendig, wenn nur letzteres nicht verabsäumt wird. Für hübsche Aufmachungen sorgen aber die Etikettenfabriken z. B. von Ad. Vomáčka in Prag II. Die Herstellung in der Apotheke bietet sowohl dem Arzt, als auch dem Publikum eine bestimmte Gewähr dafür, dass der medikamentöse Zusatz der Angabe entspricht. Diese Gewähr soll bis jetzt bei den im Handel befindlichen Sorten nicht immer vorhanden gewesen sein. Es schien mir deshalb an der Zeit, eine Anzahl von Herstellungsvorschriften, die sich in der Apotheke ausführen lassen, auszuarbeiten und bei den Natronseifen vor allem das Kaltverfahren zu Grund zu legen. Ich beschränke mich bei Auswahl der Sorten nicht ausschliesslich auf die medizinischen Seifen, ich berücksichtige vielmehr auch einige gangbare Toilette- und mehrere Wirtschaftsseifen. Von einer besonderen Gruppenbildung der einzelnen Gattungen sah ich ab; ich behielt dafür die bisherige alphabetische Reihenfolge bei.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1901

Authors and Affiliations

  • Eugen Dieterich

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