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Kollern

  • Eugen Dieterich

Zusammenfassung

Wie schon in der Abteilung „Extrakte“ ausgeführt wurde, ist beim Ausziehen einer Droge deren möglichste Zerkleinerung von höchster Wichtigkeit. Es gibt aber auch viele Drogen, die so hart und widerstandsfähig sind, daß — wie z. B. beim Süßholz — die einfache Zerkleinerung nicht genügt. Man verwendet hier, um die Holzsubstanz ganz zu zerstören, die sogenannten Kollergänge, die in keinem pharmazeutischen Betriebe fehlen. Das zu vermahlende Gut wird erst trocken, dann naß in den Kollergang gebracht und durch die schweren rotierenden Walzen vollkommen zerquetscht, die Holzsubstanz aufgeschlossen und damit das Material zur Extraktion so vorbereitet, daß die Extraktausbeute um mehrere Prozente mehr beträgt als bei der gewöhnlichen Zerkleinerung. Außer der nassen Mahlung für Drogen findet der Kollergang allgemein Verwendung als Zerkleinerungsmaschine für Gewürze, Knochen, Kohle, anorganische Salze, Erze, Farbstoffe, Schwefel usw. Die Arbeit des Kollerns dient also der Vorbereitung und dem Aufschließen der weiter zu verarbeitenden Materialien. Kollergänge in allen gewünschten Größen liefert u. a. die Firma Gebr. Burberg in Mettmann bei Düsseldorf.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Eugen Dieterich

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