Physik pp 446-555 | Cite as

Optik und allgemeine Strahlungslehre

  • Wilhelm H. Westphal

Zusammenfassung

Den Inhalt der Strahlungslehre im engeren Sinne, auch Optik genannt, bildet die Lehre vom Licht, also von den physikalischen Erscheinungen, die die Sinneseindrücke des Auges hervorrufen. Es gibt jedoch physikalisch gleichartige Erscheinungen, welche von unserem Auge nicht wahrgenommen werden. Die Optik im engeren Sinne spielt also in der Strahlungslenre etwa die gleiche Rolle wie die Akustik im Rahmen der Lehre von den mechanischen Schwingungen. Sie bildet ein lediglich physiologisch abgegrenztes Teilgebiet der allgemeinen Strahlungslehre. Da die allgemeinen Gesetze und Begriffe der gesamten Strahlungslehre gemeinsam sind, so werden sie im folgenden zunächst auf dem unserer Anschauung unmittelbar zugänglichen Gebiet der Lehre vom Licht oder Optik im engeren Sinne eingeführt und erläutert. Wir verstehen daher unter Licht im folgenden zunächst solche Strahlung, welche auf unser Auge unmittelbar wirkt, also Licht im Sinne des Sprachgebrauchs.

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Note

  1. 1.
    Wir zeichnen den Linsenquerschnitt zur Vereinfachung der Darstellung nur als Strich. Westphal, Pbysik. 7./8. Aufl.Google Scholar
  2. 1.
    Wenn man die Einzellinsen nicht als unendlich dünn betrachten darf, sondern die Abstände a 1 , a 2 ihrer eigenen Hauptebenen berücksichtigen muß, so bleiben die Gl. (37) bis (39) erhalten. Unter d ist dann der Abstand der Hauptebenen H′ 1 und H 2 zu verstehen. An die Stelle von Gl. (40) ist aber zu setzen a = d 2 /∆ + a 1 + a 2. Wenn also a 1 + a 2 > — d 2/, so ist a auch bei negativem positiv, und dann liegt H' auch in den Fällen Ia und IIa rechts von H. Als ein solcher Sonderfall kann eine dicke Einzellinse gelten, wenn man sie wie ein Linsensystem betrachtet, das man sich aus zwei Linsen zusammengesetzt denkt, die je eine ebene Fläche haben, und die sich mit diesen Flächen berühren. In der Tat liegt bei solchen Linsen H' rechts von H (§ 272, Abb. 472). Allgemein tritt also bei Erreichung eines bestimmten, kleinen Linsenabstandes in den Fällen Ia und IIa eine Vertauschung der Reihenfolge von H und H′ ein.Google Scholar
  3. 1.
    Die auf Mikroskope und Fernrohre bezüglichen schematischen Abbildungen müssen, um das Grundsätzliche der Abbildungsverhältnisse verdeutlichen zu können, in völlig verkehrten Maßstäben gezeichnet werden (viel zu große Linsen, viel zu kleine Linsenabstände, zu großes oder zu kleines Verhältnis f 1 /f 2). Die Linsenquerschnitte zeichnen wir, um die Abbildungen nicht unnötig zu komplizieren, hier, wie in § 281, einfach als Striche und bezeichnen das Vorzeichen ihrer Brennweiten durch Verwendung der Symbole L + bzw. L -.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1941

Authors and Affiliations

  • Wilhelm H. Westphal
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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