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Physik pp 167-229 | Cite as

Wärmelehre (Thermodynamik)

  • Wilhelm H. Westphal

Zusammenfassung

Die Begriffe warm und kalt beruhen auf einem in der Haut und einzelnen, aber nicht allen, inneren Körperteilen vorhandenen Sinn, dem Wärmesinn. Die Ursache der Wärmeempfindung, die wir von einem Körper erfahren, sehen wir in einer Eigenschaft dieses Körpers, die wir seine Temperatur nennen. Bei starker Wärmeempfindung schreiben wir einem Körper hohe, bei starker Kälteempfindung tiefe Temperatur zu. Warm und kalt sind relative Begriffe. Ob wir etwas als warm oder kalt empfinden, kann u. a. von der Vorgeschichte abhängen. Die Luft in einem Zimmer, in dem eine Temperatur von 50 herrscht, kann uns warm erscheinen, wenn wir bei starkem Frost aus dem Freien kommen, dagegen erscheint sie uns kalt, wenn wir uns längere Zeit darin aufhalten. Allgemein nennen wir Körper warm, die unsere Haut erwärmen, kalt solche, die sie abkühlen. Da nun das Eintreten der einen oder andern Wirkung von den jeweiligen Umständen und von der Vorgeschichte abhängt, so ist unser Wärmesinn für quantitative Bestimmungen nicht brauchbar. Ferner vermag unsere Haut sehr große Kälte von sehr großer Wärme nicht zu unterscheiden. Auch erzeugt jene, wie diese, auf der Haut Blasen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Wilhelm H. Westphal
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BerlinUniversität BerlinDeutschland

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