Advertisement

Spanien und Portugal

  • Wilhelm Müller

Zusammenfassung

Die Spanischen Kortes nahmen am 9. Januar ihre Geschäfte wieder auf. Die Adresse an die königin Christine wurde mit 261 gegen 61 Stimmen von der Kammer angenommen. Letztere lehnte den Antrag der republikanischen Minderheit auf Erteilung einer politischen Amnestie für politische Vergehen am 12. April mit 154 gegen 28 Stimmen ab, nachdem der Ministerpräsident Sagasta sich dagegen ausgesprochen hatte; sie nahm die mit Italien und Rußland abgeschlossenen Handelsverträge an, verwarf den Antrag auf offizielle Beteiligung Spaniens an der Pariser Weltausstellung, genehmigte aber den Antrag auf Gewährung von 500,000 Frank an die Aussteller, lehnte die Anträge auf Einführung einer fünfprozentigen Einkommensteuer, auf Erhöhung des Getreideeinfuhrzolles und auf Erhöhung des Zolltarifs ab. Wegen einer Differenz, welche zwischen dem Ministerium und dem Generalkapitän Martinez Campos entstanden war, trat dieser zurück und jenes reichte sein Entlassungsgesuch ein. Die Königin nahm dasselbe an und beauftragte Sagasta mit der Bildung eines neuen Kabinetts. Dasselbe kam am 14. Juni zustande: Sagasta, übernahm das Präsidium, Martinez die Justiz, Armijo das Auswärtige, Capdepon die Kolonien, Arias die Marine, Moret das Jnnere, Puigcerner die Finanzen, Canalejas die öffentlichen Arbeiten, General O’Ryan das Kriegswesen. Die Kortes wurden am 4. Juli vertagt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1889

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

Personalised recommendations