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Umstände, die die Entnahme einer einwandfreien Durchschnittsprobe erschweren

  • O. Bauer
  • E. Deiß

Zusammenfassung

Wo Hobeln über den ganzen Querschnitt wegen zu großer Härte des Materials ausgeschlossen ist, ist die Entnahme einer Durchschnittsprobe von größeren Stücken, die nicht im ganzen zerkleinert werden können, stets eine mißliche Sache, da es bei ungleichmäßiger Zusammensetzung des Materials nur schwer, in gewissen Fällen direkt unmöglich sein dürfte, durch Abschlagen einzelner Teile einen richtigen Durchschnitt für die Analyse zu erhalten. Der Analytiker versäume daher in solchen Fällen nie, bei Abgabe der Analysenergebnisse gleichzeitig Angaben über die Art der Probenahme zu machen, wo erforderlich unter ausdrücklichem Hinweis auf die Schwierigkeit, einen richtigen Durchschnitt zu erhalten.

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Literatur

  1. 1).
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  4. 2).
    Konvexe Bodenerhöhungen der größeren Hohlräume.Google Scholar
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  7. 1).
    B. Platz, „Die Wanzenbildung auf Roheisen und die Kügelchenbildung in Roheisen und Gußstücken“. Stahl und Eisen 1887, Nr. 9. S. 639. 2) Stahl und Eisen 1885, S. 181.Google Scholar
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  14. 2).
    Diese noch wenig geklärte Erscheinung soll nach neuerer Auffassung dem Druck der äußeren, bereits erstarrten Schicht auf die inneren Teile zuzuschreiben sein. Infolge des Druckes wird die Graphitausscheidung im Innern wegen der Unmöglichkeit der dazu erforderlichen Ausdehnung des Metalles verhindert. Ein solcher innen gehärteter Guß tritt nur bei reichlichem Siliziumgehalt des Eisens auf. Ob diese Erklärung die richtige ist, ob nicht auch Impfwirkung (z. B. von der Schwärze der Gußform) hier eine Rolle spielt mag dahingestellt bleiben.Google Scholar
  15. 1).
    Die beiden äußeren Zonen a und b sind gemeinsam abgehobelt und analysiert. Wäre die dünne äußerste Eandzone a allein analysiert worden, so wären die Unterschiede noch bedeutend größer.Google Scholar
  16. 2).
    „Über den Einfluß des Siliziums beim Glühfrischen“. Stahl und Eisen 1902. S. 813. Aus G. Charpy und L. Grenet, „Sur l’équilibre des systèmes fer–carbone.“ Bulletin de la Société d’encouragement pour l’industrie nationale. 1902. S. 399.Google Scholar
  17. 3).
    Die Proben 1 bis 4 waren vor dem Glühen frei von Graphit. Probe 5 enthielt 0,2% Graphit.Google Scholar
  18. 1).
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  20. 2).
    F. Wüst, „Veränderung des Gußeisens durch anhaltendes Glühen“. Stahl und Eisen 1903. S. 1136.Google Scholar
  21. 1).
    Ausnahmen von dieser Regel werden später beschrieben.Google Scholar
  22. 1).
    Ausnahmen von dieser Regel werden später beschrieben.Google Scholar
  23. 1).
    Der Teil II zeigte beim leichten Schütteln noch deutliche Entmischung. Auf der Oberfläche sammelten sich schwarze glänzende Graphit–Blättchen, die sich deutlich von der grau erscheinenden Hauptmasse unterschieden. Hier wäre daher Anwendung eines zweiten feineren Siebes (2500 Maschen) angebracht gewesen, zumal die Einzelbestimmungen des Graphits recht erhebliche Schwankungen (12,64% und 10,68 % im Mittel 11,66%) aufwiesen, die nur auf Entmischung zurückgeführt werden können.Google Scholar
  24. 2).
    Der Ansatz für die Berechnung ist:Google Scholar
  25. wo a den analytisch gefundenen Prozentgehalt des gesuchten Stoffes im Teil I und b den analytisch gefundenen Prozentgehalt des gesuchten Stoffes in Teil II bedeutet. Für den Gesamtkohlenstoffgehalt ist demnach der AnsatzGoogle Scholar
  26. 1).
    Aus C. Reinhardt, „Über die Unhomogenität des Thomas–Roheisens“. Repertorium der analytischen Chemie 1887, Nr. 49. S. 744.Google Scholar
  27. 1).
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  28. 2).
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  29. 1).
    H. Adämmer, „Über Entmischung von Gufieisen“. Stahl und Eisen 1910,Google Scholar
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  32. 1).
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  33. 2).
    A. Martens, „Seigerung in Eisen u. Stahlgüssen“. Stahl und Eisen 1894. S. 797.Google Scholar
  34. 1).
    Mitunter ist es zweckmäßig die Proben auch häufiger zu entnehmen.Google Scholar
  35. 2).
    In diesen Proben ist nur der Gesamtkohlenstoffgehalt zu bestimmen. Die Bestimmung des Graphits wäre zwecklos, da im großen Gußstück ganz andere Graphitgehalte auftreten können als bei kleinen Proben. Siehe hierüber Seite 58.Google Scholar
  36. 3).
    Stahl und Eisen 1908. S. 1077.Google Scholar
  37. 1).
    H. Adämmer, „Über Entmischung von Gußeisen“. Stahl und Eisen 1910. S. 898.Google Scholar
  38. 2).
    Ledebur, „Handbuch der Eisen– und Stahlgießerei“. Leipzig 1901. S. 34.Google Scholar
  39. 1).
    B. Platz, „Die Wanzenbildung auf Roheisen und die Kügelchenbildung in Roheisen und Gußstücken“. Stahl und Eisen 1887. S. 639.Google Scholar
  40. 2).
    Ledebur, „Handbuch der Eisen– und Stahlgießerei“. Leipzig 1901. S. 36.Google Scholar
  41. 1).
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  42. 1).
    B. Platz, „Die Wanzenbildung auf Roheisen und die Kügelchenbildung in Roheisen und Gußstücken“. Stahl und Eisen 1887. S. 639.Google Scholar
  43. 1).
    Aus: E. H eyn, „Metallographische Untersuchungen für das Gießereiweisen.“ Stahl und Eisen 1906. S. 1295.Google Scholar
  44. 1).
    Mittelwert aus 2 bis 5 Einzelbestimmungen. Jede Einzelbestimmimg ist mit einem besonderen Probestückchen ausgeführt.Google Scholar
  45. 1).
    Jüngst, „Eine Phase aus dem Kapitel: Gußeisenprüfung“. Stahl und Eisen. 1905. S. 415.Google Scholar
  46. 1) Aus: E. Heyn, „Metallographische Untersuchungen für das Giefiereiwesen“. Stahl und Eisen 1906, Nr. 21. S. 1295.Google Scholar
  47. 1).
    III. Auflage. Leipzig 1901. S. 148.Google Scholar
  48. 1).
    F. Wüst, „Veränderung des Gußeisens durch anhaltendes Glühen“. Stahl und Eisen 1903. S. 1136.Google Scholar
  49. 2).
    Stahl und Eisen 1885. S. 471.Google Scholar
  50. 1).
    Dr. M. Freund, „Über eine eigenartige Zerstörung von Wasserleitungsröhren“. Zeitscbr. f. angewandte Chemie 1904, Heft 2.Google Scholar
  51. 2).
    Das Eisen zum größten Teil an Sauerstoff gebunden.Google Scholar
  52. 1).
    Das Material erhielt nur geringe Mengen durch den Magneten ausziehbares Eisen.Google Scholar
  53. 2).
    Thomas Steel, „Corrosion of a Cast–Iron Pipe by fresch Water“. Journal of the Society of Chemical Industry. 1910. Vol. XXIX. Nr. 19. S. 1141.Google Scholar
  54. 3).
    Vergl. auch O. Kröhnke, „Mikrographische Untersuchungen von Gußeisen im graphitischen Zustande“. Metallurgie 1910, Heft 21. S. 674.Google Scholar
  55. 1).
    Vergl. E. Heyn, „Über die Nutzanwendung der Metallographie in der Eisenindustrie“. Stahl und Eisen 1906, Nr. 10; entnommen aus Talbot: Iron and Steel Institut. 1905.Google Scholar
  56. 1).
    Weitere Beispiele von Seigerungen in Flußeisenblöcken finden sich: A. Martens, „Seigerung in Eisen und Stahlgüssen“. Stahl und Eisen 1894, Nr. 18. S. 797; ferner: F. Wüst und H. L. Felser, „Der Einfluß der Seigerangen auf die Festigkeit des Flußeisens“. Metallurgie 1910, Heft 12. S. 363; ferner A. Obholzer. „Zur Frage der Vermeidung von Lunkerbildung“. Stahl und Eisen 1907, Heft 32. S. 1155.Google Scholar
  57. 1).
    Es ist natürlich bei so großen Flächen nicht leicht, einen völlig einwandfreien rißfreien Schliff zu erhalten. Für die nachfolgende Ätzung mit Kupferammoniumchlorid zur makroskopischen Untersuchung auf Seigerungen genügt jedoch auch ein weniger feiner Schliff. Man verfährt etwa wie folgt: Die Fläche wird zunächst auf der Hobelmaschine eben gehobelt. Darauf werden die Riefen des Hobelstahles durch Abschmirgeln mit einer Schmirgelscheibe mittlerer Körnung entfernt. Das endgültige Schleifen erfolgt mittels Lederscheiben (Holzscheiben mit Leder überzogen), auf die feines Schmirgelpulver aufgeleimt war. Das Polieren geschieht schließlich mit einer Filzscheibe unter Verwendung von Polierrot und Öl. Bei dem auf Seite 7 Abschnitt B beschriebenen Schleif– und Polierverfahren für kleinere Profile, wurde die zu schleifende Fläche unter stetiger Hin– und Herbewegung an die auf ruhender Achse befindlichen rotierenden Schleifscheiben angedrückt. Bei so großen Schliffflächen, wie im vorliegenden Falle, befindet sich der Schliff in der Ruhelage und die rotierenden Schleifscheiben bewegen sich über ihn hin.Google Scholar
  58. 2).
    Der Block war nach dem Harmetschen Preßverfahren während der Erstarrung gepreßt, dadurch erklärt es sich, daß er gar keine Lunker aufweist.Google Scholar
  59. 1).
    Aus E. Heyn, „Über die Nutzanwendung der Metallographie in der Eisenindustrie“. Stahl und Eisen 1906. Nr. 10Google Scholar
  60. 2).
    In Zweifelsfällen gibt hier die mikroskopische Untersuchung und das Schwefelabdruckverfahren auf Seide (vergl. Seite 12 und 23) Aufschluß.Google Scholar
  61. 2).
    Aus E. Heyn, „Einiges aus der metallographischen Praxis“. Stahl und Eisen 1906, Nr. 1) Aus E. Heyn, “Einiges aus der metallographischen Praxis“. Stahl und Eisen 1906, Nr. 1.Google Scholar
  62. 1).
    Vergl. auch: E. Heyn und O. Bauer „Metallographie“. II. Teil. Sammlung Göschen. 1909.Google Scholar
  63. 1).
    Vermutlich von der Desoxydation herrührend.Google Scholar
  64. 2).
    Vergleiche Seite 46.Google Scholar
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    Journal of the Iron and Steel Institute. 1899. I. S. 85; daraus Stahl und Eisen. 1899. S. 618 u. Led ebur, Handbuch der Eisenhüttenkunde. 1900. III. Auflage. Bd. 3, S. 1027.Google Scholar
  66. 1).
    Aus E. Heyn. „ Über die Nutzanwendung der Metallographie in der Eisenindustrie“. Stahl und Eisen 1906, Nr.10.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • O. Bauer
    • 1
  • E. Deiß
    • 2
  1. 1.Abteilung für MetallographieKgl. Materialprüfungsamt zu Groß-Lichterfelde W.Deutschland
  2. 2.Abteilung für allgemeine ChemieKgl. Materialprüfungsamt zu Groß-Lichterfelde W.Deutschland

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