Verdauung und Verdauungsorgane

  • Hans Lucke

Zusammenfassung

Im Verdauungskanal ordnen sich eine große Reihe verschiedener Organe zu gemeinsamer Arbeit zusammen, deren wichtigste Funktionen die Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung, ihre Aufschließung bis zu einer resorptionsfähigen, für die intermediären Bedürfnisse des Organismus geeigneten Form und schließlich die Resorption der aufgeschlossenen Nahrungsbestandteile selbst sind. Daneben kommen speziell den unteren Darmabschnitten noch wichtige Ausscheidungsfunktionen zu. Beim Verdauungsvorgang werden eine ganze Reihe von Etappen durchlaufen, wobei sich die Tätigkeit tieferer Abschnitte auf der Vorarbeit der höher gelegenen aufbaut. Diese Tatsache besagt, daß durch Störungen in höher gelegenen Gebieten des Verdauungsschlauches auch die Arbeit in den tieferen Regionen in Mitleidenschaft gezogen wird, und daß der Verdauungsvorgang nur dann normal ablaufen kann, wenn alle dabei beteiligten Organe einwandfreie Arbeit verrichten. Die Einwirkungen, denen der Speisebrei bei seiner Passage durch den Verdauungsschlauch ausgesetzt ist, sind teils mechanischer, teils chemischer Natur. In den tieferen Abschnitten ist weiterhin der Einfluß, der von einer normalen oder pathologischen Besiedelung des Darmes mit Mikroorganismen ausgeht, in Betracht zu ziehen. Für die volle Entfaltung der Verdauungsvorgänge wird weiterhin das Tempo, mit dem der Speisebrei den Verdauungskanal passiert, von entscheidender Bedeutung sein, Verkürzung wie Verlängerung der Verweildauer in bestimmten Abschnitten des Magendarmkanals werden in gleicher Weise zu Verdauungsstörungen Veranlassung geben können.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1942

Authors and Affiliations

  • Hans Lucke
    • 1
  1. 1.Innere Medizin in GöttingenGöttingenDeutschland

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