Wechselstrom-Synchronmaschinen

  • K. Hoerner

Zusammenfassung

Da im Anker der üblichen Gleichstrommaschinen Spannung wech selnder Richtung induziert wird (s. S. 148 u. 71), so kann jede Maschine solcher Bauart auch als Wechselstrommaschine verwendet werden, wenn man die Ankerwicklung mit Schleifringen statt mit einem Stromwender verbindet. Die gesamte Abgabe muß dann über Schleifringe und Bürsten, d. h. eine bewegliche Kontaktvorrichtung, übertragen werden, was besonders bei hoher Spannung Schwierigkeiten macht. Daher zieht man bei Wechselstrommaschinen die umgekehrte Bauart vor; man ordnet den Anker feststehend an, so daß die Verbindung der Ankerwicklung mit den Netzleitungen nur aus festen Klemmen besteht; den Magnetkörper läßt man mit der Welle umlaufen und führt der Magnetwicklung die verhältnismäßig geringe Erregerleistung durch Schleifringe zu. Die meisten Maschinen sind dabei so gebaut, daß der Magnetkörper als sog. Polrad im Inneren des ringförmigen Ankereisens umläuft; dieses ist nach der inneren Mantelfläche zu mit Nuten zur Aufnahme der Wicklung versehen (Abb. 276). Der äußerste Teil einer solchen Maschine, das Gehäuse, hat dann im Gegensatz zu dem Joch der Gleichstrommaschine lediglich eine mechanische Aufgabe. Der Magnetkörper, der bei Maschinen sehr hoher Drehzahl nicht ausgeprägte Pole hat, sondern ähnlich wie der Anker einer Gleichstrommaschine eine zylindrische Walze mit Nuten ist, wird stets mit Gleichstrom fremd erregt, entweder durch eine eigene Erregermaschine oder aus einer sonstigen Gleichstromquelle (Abb. 277).
Abb. 276

Dreiphasen-Synchronmaschine.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

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  • K. Hoerner

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