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Städtebau pp 13-28 | Cite as

Die allgemeine Lösung der Aufgabe

  • Otto Blum
  • G. Schimpff
  • W. Schmidt
Part of the Handbibliothek für Bauingenieure book series (BAUINGENIEUR)

Zusammenfassung

Im folgenden soll kurz dargestellt werden, nach welchen wichtigsten Gedankengängen und in welcher Reihenfolge der Städtebauer zu arbeiten hat, wenn er für eine ganze Stadt oder auch nur für einen großen Stadtteil einen Bebauungsplan aufzustellen hat. Die folgende Darstellung bezieht sich also nicht auf städtebauliche Einzelfragen — diese finden vielmehr ihre Erörterung in den Einzelabschnitten —, sondern sie bezieht sich auf die Gesamt aufgäbe.

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Literatur

  1. 1).
    Man beachte hierbei: In einem guten Verkehrsmittel zweimal eine Fahrt von 30 Minuten zurückzulegen, ist bequemer und vorteilhafter als viermal eine Fahrt von 15 Minuten, weil man die zusammenhängende Zeit viel besser zum Lesen, Arbeiten oder auch Schlafen ausnutzen kann.Google Scholar
  2. 1).
    Die Gliederung der Stadt ergibt einen Stadtteil, der den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Lebens darstellt und überall da, wo keine Hindernisse sich der gleichmäßigen Ausdehnung der Stadt entgegenstellen, auch räumlich die Mitte bildet. Dies ist das „Geschäftsviertel“. Ihren inneren Kern nehmen die Hauptverwaitungsbehörden, die Banken, Börsen, die Kontore des Großhandels und die Geschäftsräume der Großgewerbe ein. An diesen Kern schließen sich die Viertel der großen Kaufläden, Theater, Vergnügungsstätten. Dazu gesellen sich einzelne Gewerbezweige, wie z. B. das Zeitungsgewerbe.Google Scholar
  3. 1).
    Im Wettbewerb „Groß-Düsseldorf“ rechnete z. B. der Entwurf Schmitz-Blum mit folgenden Größen für die Verkehrsanstalten:Google Scholar
  4. 1).
    Man wird z. B. in Mittel- und Westdeutschland in den Großstädten den Vieh- und Schlachhtof — ein mit den unmittelbar anzuschließenden Nebenbetrieben sehr umfangreicher „Gewerbebetrieb“ — wohl stets nach der Nordostecke legen, denn das entspricht ebensosehr der herrschenden Windrichtung — aus SW — wie auch der Zuführung des Schlachtviehs, das wohl stets zum größeren Teil aus (nord-)östlicher Richtung kommen dürfte.Google Scholar
  5. 1).
    Das strahlenförmige Schema ist in überzeugender Klarheit von Möhring-Petersen-Eberstadt in dem Wettbewerb Groß-Berlin zum Ausdruck gebracht worden.Google Scholar
  6. 1).
    Zur Verwirrung der Anschauungen hat neben der Unkenntnis in verkehre- und betriebstechnischen Dingen auch der Umstand beigetragen, daß gewisse wichtige Schnellbahnen (und Straßenbahnlinien) den Namen „Ringbahn“ erhalten haben, so z. B. der „Innenring“ in London, die „Nordringbahn“ und die „Südringbahn“ in Berlin. Diese Linien haben aber mit dem Ring nicht viel mehr gemein als den Namen; sie folgen verkehrspolitisch der Radialtendenz. Besonders deutlich zeigt sich das am Südring in Berlin, dessen hervorstechendstes Kennzeichen die Einführung zum Potsdamer Bahnhof, also der Bruch mit dem Ringgebilde ist; der Südring entspricht — unter Fortlassung der weniger wichtigen Richtungen seinem Verkehr nach tatsächlich vier Radialrichtungen, von denen zwei aus der Stadtbahn, zwei vom Potsdamer Bahnhof aus ausstrahlen.Google Scholar
  7. 7).
    Eine Zusammenziehung aller — oder der wichtigsten — Schnellbahn- oder Straßenbahnlinien an einem Punkt kann bei Großstädten nur bei eigenartiger Gesamtlage der Stadt richtig sein (San Francisco). Wenn manchmal schon in Städten von noch nicht 400 000 Einwohnern der kritischste „Verkehrsplatz“ versagt, so kann das leicht daran liegen, daß die Straßenbahnlinien in zu großer Fülle an diesen Punkt herangeführt sind; eine Umlegung einzelner Linien und die Beseitigung von Abzweigungen an der kritischen Stelle kann zu einer wirkungsvollen Abhilfe führen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Otto Blum
    • 1
  • G. Schimpff
    • 2
  • W. Schmidt
    • 3
  1. 1.Techn. Hochschule in HannoverDeutschland
  2. 2.Techn. Hochschule in AachenDeutschland
  3. 3.Stadtbauinspektor in StettinDeutschland

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