Städtebau pp 281-358 | Cite as

Straßenbahnen

  • Otto Blum
  • G. Schimpff
  • W. Schmidt
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Zusammenfassung

Für elektrische Straßenbahnen kommen als Spurweite nur die normale von 1,435 m und die Meterspur in Frage. Schmalere Spurweiten sind ausgeschlossen, weil der Raum zwischen den Rädern für die Unterbringung der Motoren nicht zureichen würde, und weil die Standsicherheit der Wagen zu gering wird. Die Meterspur wurde eine Zeitlang bevorzugt, weil sie schärfere Bögen zuläßt und weil bei Benutzung von Landstraßen außerhalb der Ortschaften der für die Bahn benutzte Fahrbahnstreifen schmaler ist als bei Vollspur und daher die Benutzung schmalerer Wege eher gestattet wurde. Die Meterspur hat den Vorteil, daß die Straßenfuhrwerke nicht in die Versuchung kommen, die Schienen als Fahrbahn zu benutzen. Weitere Vorzüge hat die Schmalspur nicht. In den städtischen Straßen ist für die Zulässigkeit der Benutzung schmaler Fahrdämme nicht die Spurweite, sondern der von den Wagenkasten in Anspruch genommene Raum maßgebend. Die Wagenkastenbreite beträgt bei innerstädtischen Bahnen 2–2,2 m, ist also unabhängig von der Spurweite. Bei Anwendung von Schwellenschienen bringt die schmalere Spur keine Ersparnis an Baukosten. Vollspur hat vor der Meterspur den Vorteil, daß die Wagen ruhiger laufen, daß also Betriebsmittel und Oberbau mehr geschont werden und daß höhere Fahrgeschwindigkeiten möglich sind. Der breitere [Raum zwischen den Rädern erlaubt größere Motoren. Es ist also möglich, mit einer geringeren Zahl von Motoren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Otto Blum
    • 1
  • G. Schimpff
    • 2
  • W. Schmidt
    • 3
  1. 1.Techn. Hochschule in HannoverDeutschland
  2. 2.Techn. Hochschule in AachenDeutschland
  3. 3.Stadtbauinspektor in StettinDeutschland

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