Spannungszustand und Spannungsverteilung bei gekerbten Bauteilen

  • A. Thum
  • K. Federn

Zusammenfassung

Eine Kerbe stört die gleichmäßige Spannungsverteilung und erzeugt im Kerbgrund eine Spannungsspitze. Kennzeichnend für den Einfluß einer Kerbe ist in erster Linie die Höhe der Spannungsspitze σmax bzw. die Formziffer α k , die das Verhältnis dieser Spannungsspitze zu der Mittelspannung oder Nennspannung σ n angibt. Darüber hinaus ist aber auch die Steilheit der Spannungsspitze, d. h. die Tangente an die Spannungsverteilungskurve von Bedeutung. Die Höhe der Spannungsspitze und die Steilheit ihres Anstieges sind von den Abmessungen der Kerbe, besonders der Kerbschärfe, und auch von der Beanspruchungsart
Abb. 17

Verteilung der 3 Hauptspannungen σ1, σ2 und σ3 im Kerbquerschnitt eines gezogenen Flachstabes und eines gezogenen Rundstabes.

abhängig. Die absolute Größe des Teiles hat auf die Höhe der Spannungsspitze keinen Einfluß, geometrisch ähnliche Probekörper haben gleiches α k , dagegen hängt die Steilheit des Spannungsanstieges von den absoluten Dimensionen ab — bei gleichbleibender Nennspannung ist der Spannungsanstieg um so steiler, je kleiner die Probe ist —, so daß, insbesondere bei kleinen Teilen, ein gewisser „Größeneinfluß“ auf die Kerbwirkung festzustellen ist [37, 38, 39].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1939

Authors and Affiliations

  • A. Thum
    • 1
  • K. Federn
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

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