Der Tod durch Ertrinken

  • Hugo Marx

Zusammenfassung

Als klassisches Zeichen des Todes durch Ertrinken gilt immer noch die Casper’sche „Hyperaerie“: Nach Abnahme des Brustbeins und der Rippenknorpel wölben sich die Lungen gleich luftgefüllten Säcken vor, sie sind „ballonartig“ aufgetrieben, kollabieren nicht, sie berühren sich in der Mittellinie mit ihren freien hellen Rändern oder überlagern gar einander mit ihren Rändern. Diese Blähung in Verbindung mit einer starken Durchfeuchtung des blassen Lungengewebes ist eines der konstantesten Symptome beim Ertrinkungstod. Es gibt aber auch Fälle unzweifelhaften Ertrinkens, in denen die Ballonierung der Lungen fehlt. Sie wird naturgemäss immer dort fehlen, wo ausgedehnte pleuritische Verwachsungen die volle Entfaltung der Lungen hindern; so findet sich gelegentlich nur auf einer Seite die charakteristische Lungenblähung, da natürlich, wo Verwachsungen fehlen, aber auch beim Fehlen aller Verwachsungen kann die Hyperaerie vermisst werden.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Hugo Marx
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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