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Die Bedeutung der Blutgefässchirurgie für die experimentelle Medizin

  • Ernst Jeger

Zusammenfassung

Wir haben in den beiden vorangehenden Kapiteln eine große Zahl von Blutgefäßoperationen besprochen. Es hat sich gezeigt, daß es gelingt, Verletzungen jeder Form und Größe durch Naht unter Erhaltenbleiben des Gefäßlumens zu heilen, daß auch völlig durchschnittene Blutgefäße derart wieder vereinigt werden können, daß die ursprünglichen Zirkulationsbedingungen wiederhergestellt sind. Wir haben uns weiter davon überzeugt, daß es möglich ist, verschiedenartige Gefäße durch End-zu-End-, sowie durch End-zu-Seitanastomosen miteinander zu vereinigen und schließlich, daß es gelingt, verloren gegangene Stücke eines Blutgefäßes durch ein frei transplantiertes Stück eines anderen zu ersetzen. In welch hohem Maße durch die zahlreichen, in dieser Richtung ausgeführten Experimente unsere Kenntnisse von der Physiologie und Pathologie der Blutgefäße selbst gefördert worden sind, haben wir bereits ausführlich besprochen. Dagegen war es bislang, von gelegentlich eingestreuten Bemerkungen abgesehen, nicht möglich, auf die außerordentliche Bedeutung hinzuweisen, die die neuen Methoden der Blutgefäßchirurgie für die experimentelle Physiologie und Pathologie besitzen, indem sie gestatten, eine ganze Reihe der wichtigsten und interessantesten Probleme, die bisher mangels geeigneter Methoden unlösbar waren, mit Aussicht auf Erfolg anzugehen.

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Hinweise

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Ernst Jeger

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