Zusammenfassung

Wie wir gesehen haben, ist es das wesentliche Charakteristikum der Lebewesen, daß sie sämtliche energievermehrende Zustandsänderungen ihrer Umgebung restlos zu Energieformen umwandeln, welche die energievermindernden Zustandsänderungen der Umgebung paralysieren, wodurch sie immer eine in Arbeit umwandelbare Energiemenge behalten, d. h. mit ihrer nächsten Umgebung nie in Gleichgewicht geraten, d. h. das Lebewesen transformiert die Energiequellen der Umgebung zu Energieformen: Druck, Wärme, mechanische Arbeit usw. je nach dem, welchen energievermindernden Einwirkungen es seitens der Umgebung ausgesetzt ist. Wie wir im vorigen Kapitel kurz auseinandersetzten, können a priori verschiedene Möglichkeiten der Erfüllung dieser Bedingungen angenommen werden. Dies gilt von den niedrigst organisierten Lebewesen ebenso, wie von den höchstorganisierten. Wenn wir also auch physiologische Einheiten annehmen, d. h. voraussetzen, daß bei dem niedrigsten Organisationsgrad dieselben Energiequellen in derselben Weise zu denselben regulatorischen Lebensfunktionen transformiert werden, so muß nach den im vorigen Kapitel Gesagten doch folgendes gelten: die physiologische Einheit hat die geringste Assimilationsgrenze und die geringste Intensität der Lebensprozesse, den geringsten Anpassungsgrad und die geringste Lebensdauer (d. h. das Intervall zwischen zwei Teilungen: Rückkehr zur Ausgangsform ist das kürzeste).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Erwin Bauer
    • 1
  1. 1.PragTschechische Republik

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