Dampfverbrauch der Fördermaschinen

  • Fritz Schmidt
Part of the Die Bergwerksmaschinen book series (BWM)

Zusammenfassung

Die bereits mehrfach hervorgehobenen eigenartigen Betriebsbedingungen, unter denen die Hauptschachtfördermaschinen arbeiten, bringen es auch hier mit sich, daß der auf die Leistungseinheit bezogene Dampfverbrauch erheblich größer ist als jener der gewöhnlichen, eine längere Zeit hindurch ununterbrochen und mit gleicher Winkelgeschwin-digkeit laufenden Betriebsdampfmaschinen gleicher Größe. Im besonderen aber waren es die älteren Dampffördermaschinen des vorigen Jahrhunderts, die oft ganz ungeheuerliche Dampfverbrauchszahlen, nämlich solche von 50 kg, 100 kg und selbst noch darüber hinaus für die Schacht-PS-st aufwiesen. Die Ursache jener, als ein unvermeidliches Übel angesehenen Erscheinung war nicht nur in dem zeitweisen, durch mehr oder weniger große Förderpausen unterbrochenen Arbeiten der Maschine mit den dadurch bedingten Abkühlungsverlusten zu erblicken, sie war vor allem auf eine unzweckmäßige und wenig gut durchgebildete Bauart der Fördermaschine mit Schiebersteuerung oder mit seitlich liegenden Ventilkästen verbunden mit einer Anordnung von Kulissensteuerungen, weiterhin aber auch auf die Verwendung von niedrig gespanntem Sattdampf (5–8 at) ohne Verbundwirkung und ohne Kondensation, schließlich auch auf die künstliche Drosselung des Frisch dampfes bei unveränderter großer Füllung für die Einstellung und Regelung der Triebkräfte auf kleinere Maschinenmomente zurückzuführen. Noch gegen Ende der 90 er Jahre gehörte es zu den Seltenheiten, wenn eine Dampffördermaschine weniger als 30 kg Dampf je Schacht-PS-st verbrauchte, in den meisten Fällen schwankte diese Zahl zwischen 30 und 50 kg je Leistungseinheit.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Fritz Schmidt
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BerlinDeutschland

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