Die Lehre von den diastatischen Prozessen

  • E. v. Behring

Zusammenfassung

Der Name Diastase verdankt seinen Ursprung dem Umstand, dass bei der Gersteverzuckerung im Brauverfahren der Gerstenaufguss in drei Schichten zerlegt (diastasiert) wird, von welchen die oberste und die unterste aus der unlöslichen Hüllsubstanz des Gerstenkorns, die mittlere aus gelöstem Dextrin besteht. Nach dem Vorgang von Duclaux wurden in Frankreich und auch wohl in anderen Ländern alle Fermente, welche chemische Umsetzungen einer komplexen organischen Substanz bewirken, als Diastasen bezeichnet, auch wenn dabei keine mit dem Auge wahrnehmbare „Diastasierung“ stattfindet. Je nachdem Stärke, Zucker, Fette usw. Objekt des Fermentationsprozesses sind, spezifiziert man dann den Kollektivbegriff „Diastase“ durch entsprechende Wortbildungen mit der Endung „ase“, z.B. Amylase, Saccharase, Lipase usw.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • E. v. Behring
    • 1
  1. 1.MarburgDeutschland

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