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Der Wiederaufbau des Staates und die Rechtsentwicklung bis zur Lösung der Verfassungsfrage

  • Eberhard Schmidt
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 6)

Zusammenfassung

Die Wiederaufrichtung des preußischen Staates nach dem Zusammenbruch in den napoleonischen Kriegen bedeutete nicht die Schaffung eines neuen Staatswesens; vielmehr wurden dem krank gewordenen Staate Friedrichs des Großen nur neue frischere Kräfte zugeführt; das Fundament, auf dem er gegründet war, wurde durch Interessierung weiterer Schichten für staatliche Aufgaben und Zwecke wesentlich verbreitert und verstärkt. Der Staat bleibt im übrigen immer noch der absolutistisch regierte Militär- und Beamtenstaat, freilich kann man mit Schmoller und anderen sagen, daß an Stelle des königlichen der bürokratische Absolutismus trat; denn nachdem mit Friedrich II. der letzte wirklich führende, selbst regierende König ins Grab gesunken war und die Epigonenzeit von 1786 bis 1806 zum Zusammenbruch geführt hatte, waren es nun die großen Staatsmänner, die leitenden Minister, in deren Händen de facto die Regierung lag, wenn auch rechtlich der König noch immer der regierende Herrscher war, und die leitenden Beamten, ihm gegenüber verantwortlich, ohne seine Zustimmung nichts Entscheidendes unternehmen konnten.

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Literatur

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Zur Verwaltungsorganisation

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Zur Entstehung der Verfasssung

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Zum Justiz wesen

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Eberhard Schmidt
    • 1
  1. 1.Universität BreslauPolen

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