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Korreferat des Obergeneralarztes Prof. Dr. med. et phil. h. c. v. Kern, Inspekteur der 2. Sanitätsinspektion

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Part of the Veröffentlichungen aus dem Gebiete des Militär-Sanitätswesens book series (VGMS)

Zusammenfassung

Bevor ich in die Erörterung der in der Denkschrift gestellten Fragen eintrete, scheint es mir berechtigt, auf den einleitenden Satz. der Denkschrift noch mit einer ihn erweiternden Bemerkung einzugehen. Hier wird dem Gebrauch von Schießbrillen eine erhebliche Bedeutung nur für die Ausbildung der Mannschaften im Schulschießen beigelegt und demgegenüber den Schießbrillen für den Gebrauch im Felde eine mehr untergeordnete Bedeutung zugesprochen, weil erfahrungsgemäß beim kriegsmäßigen Schießen die Nichtbenutzung von Brillen durch einzelne Leute von geringer Sehleistung auf die Feuerwirkung der Truppe ohne nennenswerten Einfluß ist. Die scheinbare Geringfügigkeit dieses Einflusses aber hat nur darin ihren Grund, daß beim kriegsmäßigen Schießen die Anzahl der Treffer überhaupt. eine außerordentlich geringe ist. Man rechnet dabei auf die verschossenen Patronen eine Trefferzahl, die je nach der Beschaffenheit. der Ziele und der Entfernungen etwa zwischen 0,2 und 2% der verschossenen Patronen schwankt. Nur in Anbetracht dieser geringen Trefferzahl verschwindet der Einfluß von einzelnen Leuten mit geringer Sehleistung bis zur zahlenmäßigen Unkenntlichkeit. Sobald man aber dies Verhältnis auf sich beruhen läßt und das Gesamtergebnis der Treffer auf die hierbei beteiligte Zahl von Schützen bezieht, würde sich ergeben, daß die Nichtbenutzung von Brillen die-Leute mit geringer Sehleistung als bloße Zufallstreffer nahezu gänzlich ausfallen läßt und für die Schießerfolge als wertlos kennzeichnet. Auch die einfachste Erwägung rechfertigt ja doch die Behauptung, daß bei den heutigen überaus hohen Anforderungen an schärfste Sehleistungen beim kriegsmäßigen Schießen Leute mit unzureichenden Sehleistungen für die Schießerfolge wertlos bleiben. Ich glaube deshalb, über jene Bewertung der Denkschrift hinaus den Brillen auch für den Dienst im Felde eine schwerwiegende Bedeutung beimessen zu dürfen.

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Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  1. 1.Kgl. Universitäts-Augenklinik BerlinDeutschland
  2. 2.2. SanitätsinspektionDeutschland

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