Die Rohstoffe der Woll- und Haarindustrie

  • H. Behnsen
  • W. Genzmer
Part of the Technologie der Textilfasern book series (TETE, volume 8/4)

Zusammenfassung

Die Schafwolle hat unter allen Rohstoffen zur Herstellung von Gespinsten, Web-, Strick- und Filzwaren auf Grund ihrer besonderen Eigenschaften von jeher eine besondere Stellung eingenommen. Mehr als alle pflanzlichen Spinnstoffe und auch als die Naturseide besitzt Wolle die Fähigkeit, die Abgabe von Körper-wärme an die Atmosphäre zu verhüten; mehr als alle anderen Spinnstoffe ist sie hygroskopisch, d. h. sie schützt gegen Nässe, was experimentell z. B. dadurch nachgewiesen werden kann, daß ein an vier Zipfeln aufgehängtes Gewebe aus Wolle ein dareingegossenes Maß von Flüssigkeit erst in 8 bis 10 mal so langer Zeit durchtropfen läßt wie ein Baumwollgewebe gleicher Fadendichte und Fadenstärke. Wolle kann bis zu 50% Wasser anziehen. Ihr normaler Feuchtigkeitsgehalt ist je nach dem Klima verschieden. Er beträgt in unseren Breitengraden z. B. für gewaschene Wolle 14,53%, der Zuschlag auf das Trockengewicht also 17%. Diese Sätze gelten international als handelsüblich. Im ausgetrockneten Zustande leiden die wertvollen Eigenschaften der Wolle. Bei einem Feuchtigkeitsgehalt der Luft von 75% läßt sie sich am besten verspinnen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • H. Behnsen
    • 1
  • W. Genzmer
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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