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Der psychische Hermaphroditismus im Leben und in der Neurose

(Zur Dynamik und Therapie der Neurosen)
  • Alfred Adler

Zusammenfassung

Von den Autoren, die der Frage des Hermaphroditismus beim Menschen nachgingen, hat fast jeder die Tatsache gestreift oder hervorgehoben, daß unter den abgeleiteten Geschlechtscharakteren sich häufig oder regelmäßig Charakterzüge und psychische Eigenschaften des anderen Geschlechtes vorfinden. So Krafft-Ebing, Dessoir, Halban, Fließ, Weininger, Freud, Hirschfeld u. a. Unter ihnen hat Freud die Erscheinungen der Inversion in der Neurose besonders studiert und hat festgestellt, daß in keinem Fall von Neurose invertierte Züge fehlen. Seither hat sich diese Beobachtung von mir als häufiges Zeichen der Unversöhnlichkeit mit der Erotik richtigstellen lassen. Ich habe in einer kleinen Arbeit1) auf den Zusammenhang von Prostitution und Homosexualität hingewiesen, Fließ meinte schon früher, daß der männliche Neurotiker an der Unterdrückung seiner weiblichen, der weibliche an der Verdrängung seiner männlichen Züge erkranke. —

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Alfred Adler

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