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Das Zärtlichkeitsbedürfnis des Kindes

  • Alfred Adler

Zusammenfassung

Das Studium nervöser Kinder und Erwachsener hat in den letzten Jahren die fruchtbarsten Aufschlüsse über das Seelenleben zutage gefördert. Nachdem erst die wichtig scheinende Vorfrage erledigt war, ob das Seelenleben gesunder und nervöser Personen qualitativ verschieden sei, — eine Frage, die heute dahin beantwortet werden muß, daß die psychischen Phänomene beider auf die gleichen Grundlagen zurückzuführen sind1) —, konnte getrost der Versuch unternommen werden, die individual-psychologischen Ergebnisse bei nervösen Menschen an dem „normalen“ Seelenleben zu messen. Da zeigt sich nun in gleicher Weise die grundlegende Bedeutung des Trieblebens für Aufbau und Zusammensetzung der Psyche sowie der große Anteil des Unbewußten am Denken und Handeln, der Zusammenhang des Organischen mit der Psyche, die scheinbare Kontinuität und Vererbbarkeit von Charakteranlagen, die volle Deutbarkeit des Traumlebens und seine Bedeutung, der große Anteil des Sexualtriebs und seiner Umwandlungen an den persönlichen Beziehungen und an der Kultur des Kindes, vor allem aber die Tatsachen des Gemeinschaftsgefühls und des Machtstrebens als jener Faktoren, die das Schicksal eines Menschen in erster Linie bestimmen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • Alfred Adler

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