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Die Genehmigungspflicht bei kleinen baulichen Anlagen

  • Hans Lieske

Zusammenfassung

Will jemand Vertretern des Baufachs den Begriff der genehmigungspflichtigen baulichen Anlagen vorstellen, so wird er sich, wenn er bei der Wahrheit bleibt, selbst kaum besonders intimer Bekanntschaft mit der vorzuführenden Größe rühmen dürfen. Dieses Bekenntnis ist nicht sowohl die Frucht mangelnden Umgangs mit jenem komplizierten Begriff, als vielmehr ein Ausflug der Tatsache, daß. derselbe nur allzuhäufig sein Wesen zu wechseln versteht, und daß die Urteile über ihn so verschieden zu sein pflegen, als die Zahl der Urteiler groß ist. Zunächst kleiden die einzelnen Baupolizeiordnungen ihr Bestreben, eine möglichst umfassende Verpflichtung zur Stellung von Baugenehmigungsanträgen herbeizuführen, in voneinander weit abweichenden Formen. Hier schreibt eine Baupolizeiordnung die polizeiliche Bauerlaubnis „Für alle Neubauten, Anbauten und Erweiterungsbauten“ vor; dort ist die Erlaubnis der Ortspolizeibehörde „zu jedem Neubau sowie zu jeder Reparatur oder Veränderung einer baulichen Anlage“ einzuholen; kurz, es ist schon die Sprache, die die einzelnen Polizeiordnungen reden, dem Bemühen abhold, dem Begriff der genehmigungspflichtigen baulichen Anlagen eine starre Fassung zu prägen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Hans Lieske
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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