Die deutsche Wacht im Südosten Frankreichs

  • Oskar Höcker

Zusammenfassung

Im Oberelsaß erhebt sich, zum Teil von steilen, kalksteinhaltigen Felswänden umgeben, an dem Flüßchen Savoureuse und an der Kreuzung sechs wichtiger Landstraßen die Festung Belfort, die in der zweiten Hälfte des deutsch-französischen Krieges eine wichtige Rolle spielen sollte. Sie zählte zu jenen Bollwerken, die für uneinnehmbar galten. Und in der Tat haben Natur und Kunst das kleine Belfort zu einem Platze ersten Ranges erhoben. Außer den starken Umfassungsmauern boten ein festes Schloß (die Zitadelle) und sechs Forts der an sich unbedeutenden Stadt einen sicheren Schuß. Die Zitadelle überragte die Stadt um 25 m und lag auf einem Felsen, der nach der Belfort zugekehrten Seite steil und auf der Außenseite terrassenförmig abfällt. In südöstlicher Richung erheben sich in einer Entfernung von 1800 m wiederum schroffe höhen, auf denen zwei voneinander getrennte Forts, die oberen und unteren Perches, noch vor Ankunft des Gegners angelegt würden und deren Fuß von ziemlich tiefen Gräben umgeben war. Nördlich steigen zwei weitere, ebenfalls jäh abfallende Felswände bis zu 410 und 470 m empor; auf ihnen lagen die Forts La Justice und La Miotte, während auf der Westseite der Festung die Forts des Barres und de Bellevue lagen. Die Befestigungen auf der Nordseite umschlossen einen ziemlich ebenen Raum, der vom Feinde zu einem festen, 6000 Mann Unterkunft gewährenden Lager benutzt wurde.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

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  • Oskar Höcker

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