Die Bedeutung der Araber und Inder in Ostafrika

  • Paul Reichard

Zusammenfassung

Afrika, pflegt man zu sagen, leidet an einer schweren Krankheit, und diese heißt „die Araber“. Sie ist ebenso schwer wie die Luberkulose zu heilen. Um diese Geißel der Menschheit aus der Welt zu schaffen, hat man schon viele Mittel angewandt und glaubte in dem Luberkulin endlich ein Palladium dagegen gefunden zu haben. Die Krankheit, „die Araber“ an welcher Afrika leidet, glaubt man mit der Aufhebung des Sklavenhandels und der Sklaverei heilen zu können. Beide Mittel, das Luberkulin ind dasjenige, welches man für Afrika anwandte, sind in ihrer Wirkung einander auffallend gleich. Das erstere hat die bedenkliche Eigenschaft, die verderbenbringenden Mikroorganismen in alle Organe zu treiben und in bis dahin gesunden Körperpartien neue Erkrankungen hervorzurufen. Die Aufhebung des Sklavenhandels und der Sklaverei hat die unangenehmen Folgen gehabt, die bis dahin nur an der Küste, den Inseln und an einzelnen Punkten Afrikas ansässigen Araber weit ins Innere nach allen Gegenden zu treiben und den ganzen Kontinent in ungeahnter Weise mit ihrem Sklavenraub und CHandel zu durchseuchen. Schwer wird es sein, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen, besonders da man keine Radikalkur anwenden, d. h. die Araber nicht vernichten kann, wie dies manche vorgeschlagen haben.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1892

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  • Paul Reichard

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