Die Erfindung der Feuerzeuge und der Phosphor

  • Fr. Luckenbacher
  • K. de Roth
  • J. Böllner
Part of the Das neue Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien book series (BEGI, volume 4)

Zusammenfassung

Nehmt das Feuer von der Grde und die Menscheit wird weder eine hülflose, schwerfällige, unglückliche Masse. Diese Erkenntniss beugt dem Feueranbeter die Kniee, sie unterhielt im Alterthume den Dienst der vestalischen Iungfrauen und bewahrt noch heute die heilige Lampe vor dem Verlöschen. Das Phosphorzündholz müßten wir mit der größten Achtung behandeln. Wie rathlos kommen wir uns vor, wenn wir des Nachts das Büchschen mit Streichhölzern nicht finden können, und wie übermüthig behandeln wir die unscheinbaren Dinger, wenn wir in ihrem Besitze sind. Das ist das Loos jeder Ersindung, die mehr als einen überflüssigen Luxus befriedigt. Bei dem Eisen bedankt man sich nicht für die Sense, und bei dem Brote denkt man nicht des Pfluges. Wenn die Alten in der Prometheussage das Feuer als göttlichen Ursprungs und als alleiniges Eigenthum des Zeus schildern, dem es durch List entwendet werden musste, so zeigen sie sich dankbarer als wir, denn sie zollten in Prometheus jedenfalls dem Erfinder der Kunst, Feuer anzumachen, ihre Verehrung.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1877

Authors and Affiliations

  • Fr. Luckenbacher
  • K. de Roth
  • J. Böllner

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