Einfluß der Konstitution des Ausgangsmaterials auf den Farbton des Schwefelfarbstoffes

  • Otto Lange
Part of the Chemische Technologie in Einzeldarstellungen book series (CHTE)

Zusammenfassung

Das Material für dieses Kapitel ist gering und zudem zum Teil unzuverlässig; immerhin lassen sich gewisse Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Stellung der Substituenten im Ausgangsmaterial und Farbton der resultierenden Schwefelfarbstoffe ableiten. Die in dieser Frage bestehende Unsicherheit erklärt sich durch die Unvollständigkeit der Patentangaben, und durch ihre Unzuverlässigkeit, im besonderen, was die Benennung der Nuancen der erhaltenen Farbstoffe betrifft, ferner aber auch durch den ungleichmäßigen Verlauf der Schwefelschmelze und der dadurch entstehenden zahlreichen Übergangsformen. Ein Vergleichen ist deshalb überhaupt nur möglich, wenn man 1. nur annähernd gleichartig verlaufende Schmelzen in Betracht zieht und 2. alle Farbstoffe ausschaltet, die auf nicht normale Weise entstanden sind, sei es, daß die Temperatur der Schmelze ein Mittel überschritten hat oder daß Ausgangsmaterialien verwendet wurden, die durch Umwandlung aus einheitlichen Körpern entstanden. Wenn z. B. ein bestimmtes Ausgangsmaterial einen schwarzen Schwefelfarbstoff gibt, ein Produkt unbekannter Konstitution jedoch, das aus demselben Ausgangsmaterial erst durch Kochen mit Lauge1 oder Schwefelnatrium2 entstanden ist, zu einem braunen Schwefelfarbstoff führt, so lassen sich aus dem Vergleich dieser beiden Farbstoffe gar keine Schlüsse ziehen. Man kann ebensowenig den bei 130° gebildeten Farbstoff aus o-p-Dinitrophenylaminoindazol3 mit jenem vergleichen der aus Dehydrothiotoluidin bei 300° entsteht4 nur deswegen, weil sie beide olive färben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Otto Lange
    • 1
  1. 1.Techn. Hochschule zu MünchenDeutschland

Personalised recommendations