Zusammenfassung

Sobald das Laufrad (im März 1916) fertig war, setzte ich dasselbe mit seiner Welle in zwei gewöhnliche Transmissionslager, um es im Lauf zu beobachten und womöglich auszubalancieren. Zum Antrieb verwendete ich eine einfache gußeiserne Düse ohne besondere Expansionserweiterung. Es gelang so leicht, das Rad bis auf 6000 und mehr Umdrehungen zu bringen, wenn auch die Ringschmierlager gewöhnlich heiß liefen. Das Rad ergab bei diesem Versuch jedenfalls ein recht erhebliches Drehmoment und aus der raschen Zunahme der Drehzahl war, wie ich nach dem Trägheitsmoment durch Rechnung ermittelte, auf eine Mindestleistung von etwa 4 Pferdestärken bei zwei bis drei Atmosphären Überdruck vor dem Düsenende zu rechnen, was recht vielversprechend aussah. Bis zu 8000 Umdrehungen war nach einigem Nachbessern ein Rütteln in den Lagern jedenfalls nicht zu beobachten. Andere Mittel zur Auswuchtung standen nicht zur Verfügung. Nach dem Einbau des Rades in das Gehäuse im Mai 1916 konnte durch die ersten Versuche nur gezeigt werden, daß die Turbine bis zu 6000 Umdrehungen außerordentlich ruhig ging. Die Lager liefen jedoch fortwährend heiß, woran die verunglückte Konstruktion schuld war. Ich hatte nämlich versucht, ohne Grundplatte mit an den Deckeln H angegossenen Lagern auszukommen. Dazu kam, daß das Rad, wenn es auch bei gewöhnlicher Temperatur im Gehäuse tadellos frei lief, stets streifte, sobald die Maschine heiß geworden war.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Konrad Baetz

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