Die Götter des Himmels

  • Hermann Göll

Zusammenfassung

Zeus (Jupiter), der jüngsie der Kroniden, dessen Dienst am allgemeinsten unter den Hellenen war, dessen Auffassung, als aupt des gesamntten Götterstaats, der Idee des Monotheismus sich nähette, wurde ursprüngltch, wie die Bedeutung bes Namens seiner ganzen indogermanischen Verwandtschaft nach lehrt, als der helle Himmel selbst gedacht. Als Naturgott ist er Lenker atmosphärifcher Vorgänge in der Höhe. Von ihm wird das befruchtende Naß gesendet, das auf die lechzende Erde herabträufelt; von ihm gehen auch Sturm, Hagel und Schnee aus und besonders der furchtbare Blitz, dem er die Weltherrschaft verdankt. An die sich ent ladende Wetterwolke erinuert sein Schtlb, die Aegis, das zottige Ziegenfell, angeblich das Vließ seiner Amme, der Ziege Amaltheia, quastenumbordet, hellstrahlend, voll Grauen und Schrecckn. Schüttelte er sie, so umhüllte Dunkcl die Berge; laut drönte der Donner über die Erde hin und erschreckte die Sterblichen. Eine Menge von Beinamen entspricht bei den Dichtern dicsem Walten des Himmelsgottes, z. B. „der im Aether Tronende“, „der Wolkenversammler„, „der Schwarzwolkige, Donnerfrohe, Lautdonnernde, Hellblitzende, Blitzschleuderer“. Demgemäß war ihm auch der bis zum reinen Aether hinauffteigende und von dort wie der Blitz wieder niederfahrende Adler heilig.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875

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  • Hermann Göll

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