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Der Norddeutsche Bund

  • Ferdinand Schmidt

Zusammenfassung

„Aur der verdient die Freiheit wie has Leben, der täglich sie erobern muß.“ Ja, Eroberung durch Arbeit und Kampf! Durch Arbeit mehr in dem Sinne daß sie die Kräfte des Leibes wie des Geistes entwickelt und in den Dienst gemeinnütziger Bestrebungen stellt, als daß sie durch ihre Anwendung Güter dieser Welt einsammelt; durch Kampf, um mit Goethe fortzufahren, das „Gemeine“ in uns und, soweit wir es vermögen, auch in andern zu bändigen. Dies ist der Weg der Befreiung, und wer ihn wandelt, erwirbt sich ein auf jeder Stufe sich erweiterndes Maß von sittlicher Freiheit, die eben nicht geschenkt werden kann, sondern die verdient werden muß. Die gleiche Forderung wie an die Einzelpersonen tritt an die Völker. Auch hier Ringen und Kampf — in dem gleichen Sinne, nach gleichem Ziele hin; gilt doch auch für sie das Wort: „Es wird niemand gekrönt, er kämpfe den recht.“ Was Preußen von der ältesten Zeit an bis zum Tage von Königgrätz gewonnen und was ihm zu Nikolsburg zugestanden werden mußte, es hatte sich diese seine freiere und mächtigere Stellung durch redliche Arbeit — im Frieden und im Felde — verdient. Sehen wir nun zu, ob und wie die siegreiche deutsche Großmacht weiter vorschritt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1893

Authors and Affiliations

  • Ferdinand Schmidt

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