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Die neue Ära

  • Ferdinand Schmidt

Zusammenfassung

Wenn sich das Lebensbild unsres Kaisers nur auf Grund einiger Kenntnis der Entwickelung des preußisch-deutschen Staates bis zu Friedrich Wilhelm IV. aufrichten ließ, so erhält die neue Ära, in die wir nun eintreten, und die ihr folgende Periode der äußersten Kraftentfaltung, aber auch der höchsten Ehrenfülle Preußens Licht und Farbe durch das Auftreten und die äußere Erscheinung eines einzigen, und zwar eines schlicht-deutschen Mannes. Immer klarer und eindrucksvoller tritt von da ab Wollen, Charakter und Sinnesart des nunmehrigen Trägers der preußischen Macht in den Vordergrund der Ereignisse, und das greise Staatsoberhaupt gewinnt die Herzen, die Herzen von Millionen. — Wenn Friedrich der Große sagte: „Ein König von Preußen darf nicht schlafen“, so hat er damit den Geist unbeugsamer Pflichtforderung zum Wahrzeichen des preußischen Königtums erhoben. In dieser hohen Erfassung des königlichen Berufes steht ihm unser königlicher Herr — König Wilhelm — wahrlich nicht nach. Draußen im Heerlager wie drinnen im Kabinett dieselbe hingebende Treue, dieselbe ernste Pflichterfüllung. Aber ein Blatt in der Geschichte dieses königlichen Helden erscheint immer vor allem bewundernswert; groß ist es, Schlachten zu gewinnen und Festungen zu erobern — der Siege größter ist der über sich selbst.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1893

Authors and Affiliations

  • Ferdinand Schmidt

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