Zusammenfassung

Eine für die Betrachtung chemischer und besonders technischer Prozesse sehr wichtige Frage hat in unseren bisherigen Betrachtungen nur ganz gelegentlich eine Rolle gespielt: Die Frage nach der mit dem betreffenden Vorgang verknüpften „Energiebilanz“. Ihre Bedeutung für uns ist eine doppelte: Einmal erlaubt die Kenntnis und richtige Anwendung der Energielehre dem Chemiker in den meisten Fällen ein Urteil darüber, ob und in welcher Richtung Stoffe miteinander reagieren, d. h. die Gesamtheit des chemischen Geschehens wird von ihnen beherrscht. Zum anderen sind für den Techniker außer diesen Grundfragen noch andere nicht minder wichtig: welche Energie und in welcher Form nämlich in einen Vorgang hineingesteckt werden muß, oder auch, ob ein Vorgang als Energielieferant und unter welchen Umständen, in welchem Ausmaß, brauchbar ist. Ist doch Energie in der heutigen Technik nicht bloß ein Rohstoff wie andere, der beschafft, bezahlt und ausgenutzt werden muß, sondern eigentlich derjenige, von dessen richtiger „Bilanz“ die Wirtschaftlichkeit eines Verfahrens vielfach hauptsächlich beeinflußt wird. Ein Beispiel möge das erläutern.

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Literatur

  1. 1.
    Das weiß man gerade aus Untersuchungen über den Heizwert von Kohlenwasserstoffen.Google Scholar
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    Sog. „oberer Heizwert“.Google Scholar
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    Vgl. Anm. auf S. 42.Google Scholar
  4. 1.
    Über R im mechanischen Maß (Druck X Volumen) s. S. 42.Google Scholar
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    Das Gegenstück dieser Abkühlung ist natürlich wieder eine Erwärmung bei adiabatischer Kompression, z. B. in dem Schulversuch vom „pneumatischen Feuerzeug“.Google Scholar
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    Insofern als der zweite Hauptsatz auch für nicht gasförmige Phasen, wofern nur in ihnen für jede Komponente eine Zustandsgieichung existiert, die in den Ausdruck der isothermen Arbeit eingeht, eine solche zwangsläufige Verknüpfung aller Konzentrationen (Partialdrucke) der Phase liefert, kann auch die Phasenregel, bei der wir ja eine solche Verknüpfung voraussetzen mußten, als eine Forderung des zweiten Hauptsatzes angesehen werden.Google Scholar
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    Man arbeitet daher vorteilhaft mit überhitztem Dampf, d. h. solchem, der einen geringeren Druck besitzt als den Dampfdruck bei seiner naturgemäß hohen Temperatur.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Georg-Maria Schwab
    • 1
  1. 1.Universität WürzburgDeutschland

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