Advertisement

Rübensirup pp 71-79 | Cite as

Die Auskrystallisation des Rübensirups

  • Berthold Block

Zusammenfassung

Der gereinigte, bis zur gut streichfähigen Form eingedampfte Preßsaft enthält nur etwa 19 bis 20 Proz. Wasser. In diesem verbleibenden Wasser müssen alle Stoffe bei der Außentemperatur, bei der der Rübensirup gelagert wird, in Lösung erhalten bleiben. Ist dies nicht möglich, dann scheidet sich der überschüssige Teil aus. Infolge der Zähigkeit und der hier eintretenden Übersättigung erfolgt die Ausscheidung der überschüssigen Stoffe nur sehr langsam. So schieden sich aus einem in Schlesien nach der auf S. 6 beschriebenen Weise hergestellten Rübensirup als feine Krystalle nach 8 Monaten etwa 7 Proz. Rübenzucker und eine geringe Menge Schleimstoffe aus. Der darüberstehende Sirup war vollkommen klar geworden. Das noch im Sirup vorhandene Wasser konnte den Zucker nicht dauernd in Lösung erhalten. Die Fig. 57 (siehe Tafel I) zeigt diesen Rübensirup unter 20 facher Vergrößerung. Deutlich sind die Rübenzuckerkrystalle an ihrer eigenartigen Form zu erkennen. Die Zuckerkrystalle setzen sich am Boden und an den Wandurgen des Gefäßes fest. Dies ist ein unerwünschter Vorgang. Die Auskrystallisation ändert die Zusammensetzung des Speisesirups, der oben stehende Sirup wird zuckerärmer, der wertvolle Zucker findet durch das Anhaften an den Wandungen der Versandgefäße nicht die gewünschte Verwendung, wenn er nicht sogar durch Unachtsamkeit ganz verlorengeht. Der Marktwert des aus-krystallisierenden Sirups wird sehr ungünstig beeinflußt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Berthold Block
    • 1
  1. 1.Berlin-CharlottenburgDeutschland

Personalised recommendations