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Gemeinsame Tagung mit der Deutschen Gesellschaft für Lichtforschung am Nachmittag des 25. September 1929

  • W. Heubner
  • B. Behrens
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Zusammenfassung

Die Kenntnis der Beziehungen zwischen Rachitis und Licht — ein Gegenstand, über den ich bereits vor 2 Jahren auf unserer Hamburger Eröffnungstagung zu berichten den Vorzug hatte — ist heute Allgemeingut der Medizin, ja, man kann sogar sagen, der Laienwelt geworden. Insbesondere glaubt die heute noch fast allgemein herrschende Meinung mit der Entdeckung des bestrahlten Ergosterins das Rätsel der direkten und indirekten antirachitischen Strahlenwirkung als gelöst ansehen zu dürfen. Man übersieht dabei die großen Lücken, die heute trotz der unbestreitbar erzielten Fortschritte noch klaffen. So gelang es noch nicht 1. den Rachitisschutzstoff aus dem bestrahlten Ergosterin zu, isolieren und chemisch zu definieren, und 2. was uns besonders wichtig dünkt, die Strahlenwirkung bei der Aktivierung des Ergosterins durch »rein chemische« Einflüsse zu ersetzen und somit das photochemische Phänomen in sein gewöhnliches chemisches zu verwandeln. Bis zur künstlichen Herstellung eines ohne Strahleneinfluß aktivierten Ergosterinpräparates oder bis zur Erbringung des strikten Nachweises, daß in Naturprodukten der Rachitisschutzstoff autochthon, d. h. ohne auch nur indirekte Strahlenwirkung entsteht, könnte man den Rachitisschutzstoff letzten Endes auch noch als substanziierte Strahlen auffassen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1929

Authors and Affiliations

  • W. Heubner
    • 1
  • B. Behrens
    • 2
  1. 1.DüsseldorfDeutschland
  2. 2.HeidelbergDeutschland

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