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Die altenglische Odoakerdichtung

  • Rudolf Imelmann

Zusammenfassung

Wir sind am Schluß: »Wanderer« und »Seefahrer« haben sich uns als epische, in der Stimmung lyrische Monologe erwiesen, die zwar an sich betrachtet einen gewissen Sinn zu liefern scheinen, ihre wahre Bedeutung jedoch nur erschließen, wenn in den Zusammenhang des neu entdeckten Odoakerkreises gestellt. Von den sechs »lyrischen« Gedichten, die aus altenglischer Zeit auf uns gekommen sind, bilden somit fünf ein zusammenhängendes Kunstwerk; dieses selbst hat die rein literarische Schöpfung des sechsten wesentlich angeregt.

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Referenzen

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    Es kommt hinzu, daß diese J und E stecken sollen in S = (Sigel =) Sige — was nur Vermutung ist, die ebenfalls keine Überlieferung stützt— und daß R und W ihre Stelle in der Handschrift gewechselt haben sollen. Im Original hätte also SWEARD gestanden. In dem SREAWD der Handschrift Sigeweard zu erkennen, ist für uns gewiß nicht leichter als in ORE A WD Eadwaeer ; im übrigen würde das nichts beweisen, da ja der zeitgenössische Leser ohne weiteres richtig raten mußte. Für ihn aber, wenn er wirklich zu raten hatte, war SWEARD unter der Voraussetzung S = Sige überhaupt keine Verhüllung; und doch wollte der Dichter offenbar mit den Runen spielen. Demnach erscheint diese Lösung ebenso wertlos, wie alle übrigen aus der Zeit vor der Aufklärung von K1 K2 B; sie für evident falsch zu halten, wie Bradley es mit Eadwaeer tut, wäre unmethodisch.Google Scholar
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    E und A haben also eine doppelte Funktion; geht man von EA aus, so kann von einer dreifachen auch nicht die Rede sein.Google Scholar
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    Holthausen meint, ofer B 47 »kann eben nicht heißen«, wie ich übersetzte: auf-hin, um-willen, gemäß. Selbst Bosworth-Toller setzt einmal zweifelnd an: on account. Vielleicht äußert sich der Gelehrte darüber, wie die ganze Stelle einwandfrei anders gedeutet werden kann.Google Scholar
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    Das Nebeneinander von Wulf und wulf ist nicht auffälliger als der Gebrauch von hlaford K1 6 und 15. Hier zweifelt auch Schücking a. 0. nicht an der Verschiedenheit der Beziehung.Google Scholar
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    Daß bogum bilegde 11 richtig und sprachlich möglich gedeutet wurde, ist nicht widerlegt, durch D bestätigt. »Repulsive« und »ludicrous« oder gar »obscön« (Holthausen) sind daher keine Argumente. Über die Einwände gegen swylce 1, preate 2, 7, her 6, die kaum relevant und an sich unbegründet sind, gehe ich hinweg. Murnende mod 15 ist notwendig Akk. Die fremde Konjektur murnendne habe ich (nicht in einer Anmerkung) leider nur als unnötig statt unmöglich abgelehnt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1908

Authors and Affiliations

  • Rudolf Imelmann
    • 1
  1. 1.Universität BonnDeutschland

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