Das Wohnungs- und Ansiedelungswesen und die Eigentumsverhältnisse der Bergleute

  • E. Müller

Zusammenfassung

Um dem mit der steigenden Nachfrage nach Steinkohlen Hand in Hand gehenden Bedürfnis nach Arbeitskräften gerecht zu werden, entschloß sich das Königliche Bergamt, zum erstenmal in den dreißiger Jahren Schlafsäle in unmittelbarer Nähe der Gruben zu errichten, in denen die aus größeren Entfernungen zugewanderten Arbeiter ein billigeres Unterkommen fanden. Als jedoch mit dem wirtschaftlichen Aufschwunge der fünfziger Jahre große Arbeitermassen aus der Ferne nach dem Saarbezirk zusammenströmten und es der Bergverwaltung daran liegen mußte, den besseren Teil der häufig mit großen Kosten herangezogenen fremden Arbeiter dauernd auf den Gruben zu behalten, wurde es bald offenbar, daß die vorhandenen Anstalten zur Unterbringung der Mannschaften bei weitem nicht ausreichten, und daß es nur auf grund eines planmäßigen Vorgehens möglich war, genügende Gelegenheit zur Seßhaftmachung dieser Leute zu schaffen. Das nächstliegende Mittel bestand nun darin, an Stelle der recht mangelhaften Schlafsäle besser eingerichtete, geräumige Schlafhäuser zu errichten, die in Verbindung mit gut eingerichteten Menagen den zugezogenen Arbeitern ein bequemes und gesundes Unterkommen und einen einigermaßen befriedigenden Ersatz für die fehlende Häuslichkeit bieten konnten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1904

Authors and Affiliations

  • E. Müller
    • 1
  1. 1.SaarbrückenDeutschland

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