Die Operationsresultate

  • Herbert Olivecrona

Zusammenfassung

Alle operierten Fälle, die im Krankenhause starben, wurden ohne Rücksicht darauf, wann der Tod eintrat oder ob zwischen Operation und Todesursache ein mehr oder weniger wahrscheinlicher Zusammenhang bestand, zu den operativen Todesfällen gerechnet. Unter die Todesfälle wurden also auch Fälle wie Nr. 51 eingereiht, bei dem der Tod 6 Wochen nach der Operation durch eine interkurrente Krankheit verursacht wurde, oder solche Fälle wie Nr. 64, bei dem man den Patienten sehr gut hätte entlassen können, be vor die ersten Symptome der tuberkulösen Meningitis auftraten. Es mag auch erwähnt werden, daß in keinem Falle Patienten auf andere Abteilungen des Krankenhauses transferiert wurden, und man hat sich auch bemüht, die Patienten im Krankenhause zu behalten, besonders wenn der Zustand schlecht war, um Gelegenheit zur Sektion zu erhalten. Ein solcher Standpunkt für die Beurteilung der Todesfälle kann vielleicht als unnötig streng betrachtet werden, da dadurch eine Anzahl von Todesfällen als operativ klassifiziert wurden, bei welchen der Zusammenhang zwischen der Operation und dem Todesfall fraglich sein kann. Anderseits ist dies die einzige Möglichkeit, Willkürlichkeiten zu vermeiden. Die operativen Todesfälle, wie v. Eiselsberg es zu machen scheint, auf solche zu begrenzen, die binnen 4 Wochen nach der Operation eintreten, scheint mir kaum berechtigt zu sein, da dadurch manche zweifellos auf die Operation zurückzuführende Zustände, die oft erst mehrere Wochen nach der Operation zum Tode führen, aus der Statistik ausgeschlossen werden, wie sekundäre Meningitiden nach Liquorfisteln oder Hirnprolapse, tuberkulöse Meningitiden, trotz der Operation fortschreitende Tumorsymptome, Malacien usw. Bei Befolgung dieses Prinzipes würde man vier meiner Todesfälle, nämlich Nr. 51, 53, 59, 64, ausschließen können, was ja, wenn es sich um so kleine Zahlen handelt, wie es hier der Fall ist, recht wesentlich auf die Mortalitätszahl einwirkt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Herbert Olivecrona
    • 1
  1. 1.Chirurgischen UniversitätsklinikSeraphimerkrankenhausStockholmSchweden

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