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Zusammenfassung

In einem bei weitem noch nicht genügenden Maße wird der Wert der drahtlosen Telegraphie von den Assekuranz-Gesellschaften und den damit in Zusammenhang stehenden Kreisen erkannt. Die Seeschadenversicherung wie auch die meisten anderen Versicherungen besteht bekanntlich darin, daß die Ungewißheit, bestimmte Werte (Mannschaft, Ladung etc.) zu besitzen, den Versicherten durch den Versicherer abgenommen wird. Nun wird die Besitz-Ungewißheit eines Schiffes in Friedenszeiten fast allein durch elementare Gewalten herbeigeführt, und dank der Benutzung sämtlicher technischer Hilfskräfte besteht die Hauptgefahr für ein modernes Fahrzeug fast ausschließlich nur noch in Kollisionen, welche durch unsichtige Luft, Nebel etc. herbeigeführt werden. Hier hat man nun in der drahtlosen Telegraphie ein vorzügliches Schutzmittel, indem sowohl die auf dem Schiffe wie die auf dem Lande untergebrachten Apparate ev. automatisch in Dienst treten können. Der Sicherheitsfaktor, mit welchem ein mit funkentelegraphischen Apparaten ausgerüstetes Schiff die Meere befährt, ist also ungleich größer als derjenige eines Fahrzeuges ohne funkentelegraphische Ausrüstung; das Risiko ist bei nur ganz geringem Kostenaufwande außerordentlich gesunken.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1905

Authors and Affiliations

  • Eugen Nesper

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