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Historisch-geographischer Überblick

Zusammenfassung

Korea verdankt seine Eisenbahnen im wesentlichen dem Eindringen Japans. Aus eigener Kraft hat sich das Volk niemals zur Erbauung einer Bahn geregt. Die Gründe hierfür sind in der Mißregierung, dem Volkscharakter und der geographischen Lage zu suchen.

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Literatur

  1. 1).
    In Ostasien gibt nach uraltem Brauch jede neu aufkommende Dynastie dem betreffenden Land einen neuen Namen. Die 918 n. Chr. zur Herrschaft gelangte und in Songdo residierende Dynastie „Wang“ wählte den Namen Kôrio, zusammengezogen aus San-ko Su-rio, d. h. (Land der) Hohen Berge (und) schönen flösse, unter Weglassung der Schriftzeichen für Berg und Wasser. Die chinesische Aussprache dieser Schriftzeichen lautet im Peking-Dialekt: „Kauli” und die japanische Aussprache: „Kore-i“. Dieser Name blieb für lange Zeit im Munde der Nachbarvölker weiterbestehen, auch als die im Jahre 1392 zur Regierung gekommene letzte Dynastie „Yi” dem Lande den Namen Dschosön (Chosen) beigelegt hatte. Die im Mittelalter mit Japan (Nagasaki) handeltreibenden Portugiesen, Spanier und Holländer bildeten dann nach Hörensagen aus dem japanischen Kore-i das Wort „Korea“, welche Bezeichnung sich in Europa einbürgerte. Als 1897 der König Yi-hui (oder Yi-hiong) den Kaisertitel annahm, benannte er sein Land „Tä-han”, d.. h. Großes Hanreich, in Anlehnung daran, daß Korea zu Beginn geschichtlicher Zeiten aus den drei Han-Reichen bestanden hatte. Europa machte verständigerweise diesen Namenswechsel nicht mit, sondern blieb bei dem internationalen „Korea“. Gelegentlich der Annexion, Ende August 1910, bestimmte der Kaiser von Japan im Verordnungswege die Wiedereinführung des ehemaligen Namens „Dschosön” (Chosen). Dschosön bedeutet: „(Land der) Morgenfrische“. Die von englischen Missionaren. beliebte Übersetzung: morning calm gleich Morgenruhe ist falsch. Ob Europa nunmehr den Namen Dschosön für Korea annehmen wird, steht dahin, wie denn die europäischen Völker doch auch Japan nicht etwa „Nippon” oder „Nihon“, die Japaner nicht „Nihonjin” nennen und sich ebensowenig daran haben gewöhnen können, die Insel Formosa mit dem japanischen Namen „Taiwan“ zu bezeichnen, oder Port-Arthur mit Ryojunko. Die Japaner richten in Korea aber auch sonst große Verwirrung und Erschwerung der Landeskunde dadurch an, daß sie die chinesischen Schriftzeichen in den koreanischen Ortsnamen auf japanische Weise aussprechen, die von der koreanischen Aussprache stark, zum Teil sogar völlig abweicht. So sagen sie z. B. statt Söul. „Keijo`, statt Pjöng-jang:, Heijo”. Außerdem benutzen die Japaner, wenn sie japanische und koreanische usw. Worte mit europäischen Buchstaben zu schreiben haben, die englische Schreibweise, die aber dem Wortklange mitunter nicht genügend gerecht wird. Im folgenden sind die koreanischen Ortsnamen in koreanischer Aussprache und an der Hand der einheitlichen Onmunschrift mit deutscher Schreibweise wiedergegeben. Daneben findet sich nach Möglichkeit in Klammern die japanische Aussprache in japanischer (d. h. englischer) Schreibweise vermerkt, wie japanische Eisenbahnfahrpläne usw. sie beute bringen.Google Scholar
  2. 1).
    Die Zollstatistiken sind nach den Kalender jahren aufgestellt, die Wertangaben in ihnen sind zum Kurse von 1 Yen gleich 2,10 Mark umgerechnet. Im übrigen beziehen sich alle Finanzzahlen auf das Finanzjahr vom 1. April bis 31. März.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Preyer

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