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Zusammenfassung

Die Ueberschrift dieses Abschnittes wird Viele etwas befremden, allein sie scheint im Gegensatz zum „Bläuen des Papieres“ am geeignetsten, um den Zusatz farbloser oder weisser Substanzen zur fertigen Papiermasse zu bezeichnen. In Rücksicht auf diesen in neuerer Zeit besonders häufig gewordenen Zusatz ist bereits p. 74 die Umhüllung farbiger Substanzen mit ungefärbten Stoffen als eine 4te Art des Bleichens hervorgehoben worden. Eine solche Umhüllung kann auch von keinem Standpunkte aus gemissbilligt werden, sobald dadurch der Güte des Fabrikats kein Nachtheil zugefügt wird. Allerdings werden hierzu auch Substanzen angewendet, bei denen nicht in Abrede gestellt werden kann, dass der Fabrikant durch ihren Zusatz einen unerlaubten Vortheil beabsichtigt. Hierzu gehört besonders der Schwerspath oder Baryt (schwefelsaure Baryterde), der, ausser dass er das Gewicht des angefertigten Papiers bedeutend erhöht, die Eigenschaften desselben in keiner Weise verbessert. Im Gegentheil ist sein bedeutendes specifisches Gewicht (4,3 bis 4,5) die Ursache, dass seine Anwendung mit mancherlei Uebelständen verknüpft ist. Denn einmal fällt der Schwerspath schon im Holländer stark zu Boden, wenn derselbe nicht einen sehr guten Zug hat, wodurch Verluste bedingt werden; dann aber sammelt er sich auch auf der Maschine vorzugsweise an der unteren Seite an, wodurch das Papier zwei verschiedene Flächen erhält, von denen die eine überdies eine unangenehme Härte besitzt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1855

Authors and Affiliations

  • L. Müller

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