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Zusammenfassung

Die durch das Kochen in alkalischen Laugen möglichst von Schmutz und Farbe befreiten oder in ihrer Festigkeit geschwächten Lumpen werden je nach ihrer Stärke und Reinheit durch anderthalb- bis drittehalbstündiges Behandeln im Halbzeugholländer gleichzeitig unter stetem Ab- und Zufluss von Wasser gewaschen und zerrissen. Bei der Umwandlung des Halbzeuges in Ganzzeug werden wir genöthigt sein, ausführlich über die Construction der Holländer und deren neueren Verbesserungen zu sprechen, daher wir uns hier sogleich zu dem Bleichprocess wenden, indem wir nur erwähnen, dass der Halbzeugholländer den Zusammenhang der einzelnen Fasern der Lumpen aufheben, diese aber nicht zerschneiden soll; die Schienen der Walze und des Grundwerkes sollen wie Finger, welche zerreissen, nicht wie Scheeren, welche schneiden, wirken, und die Hadern gewissermassen in Charpie, nicht in kleine Stückchen verwandeln. Es leuchtet von selbst ein, dass die vegetabilische Faser in diesem gewissermassen aufbereiteten Zustande leichter und vollständiger gebleicht werden wird, als wenn man die Lumpen unmittelbar dem Bleichprocess unterwerfen wollte. daher auch dieses Verfahren, bei welchem die gekochten Lumpen vor der Bleiche in einem besondern Apparate (s. pag. 30) gewaschen werden müssen, immer seltener angetroffen wird und gänzliche Verwerfung verdient.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1855

Authors and Affiliations

  • L. Müller

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