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Zusammenfassung

Das Rohmaterial bei der Anfertigung des Papiers, in Sonderheit des auf der Maschine gearbeiteten, sind leinene, baumwollene, auch halbwollene, ja selbst wollene Lumpen. Wohl hat man vielfältige Versuche angestellt, die Hadern durch getrocknete Gräser, Schilf, Stroh von verschiedenen Getreidearten u. s. w. zu ersetzen*), allein wenn auch Niemand solchen Versuchen ihren Werth absprechen wird, indem es für jeden Industriezweig von der grössen Wichtigkeit ist, eine möglichst grosse Auswahl von Rohstoffen zu besitzen, um bei eintretendem Mangel und dadurch gesteigertem Preise des einen, sich des andern bedienen zu können, so sind doch die Preise der Lumpen noch zu niedrig, als dass jene Substanzen, die wohl an sich billig, aber durch die vorbereitenden Processe, denen sie nothwendiger Weise unterworfen werden müssen, vertheuert werden, eine ausgedehnte Anwendung finden könnten. Auch scheint gerade bei den Lumpen, bei sonst richtigen Handelsverhältnissen, namentlich mit Frankreich und England, von denen ersteres eine ziemlich bedeutende Menge Lumpen aus Italien, Griechenland, Ungarn und der Levante bezieht, letzteres aber gegen drei Viertel des verarbeiteten Quantums aus Ungarn und Indien erhält, die Sorge wegen allzu hoher Preise oder gar Mangels, am wenigsten gerechtfertigt, da einmal ein sehr grosser Theil des gebrauchten Papierei wiederum als Rohmaterial der Fabrikation zufliesst, dann aber ebenso wie der Papierconsum, auch die Produktion und der Consum von leinenen und baumwollenen Stoffen sich von Jahr zu Jahr steigert.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1855

Authors and Affiliations

  • L. Müller

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