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Der gegenwärtige Zustand

  • H. Müller-Bernhardt

Zusammenfassung

Eine Hauptaufgabe, die die doppelte Buchführung in der Praxis des Wirtschaftslebens zu erfüllen hat, ist der Nachweis, ob ein Unternehmen erfolgreich oder erfolglos arbeitet. Erfolg ist vorhanden, wenn das in dem Unternehmen investierte Kapital wächst (Gewinn); das Schwinden des Kapitales bedeutet dagegen Mißerfolg (Verlust). Die besondere Eigenart der doppelten Buchführung (Doppik) ist nun, daß sie Gewinn oder Verlust doppelt nachweisen soll. Vom formal buchhalterischen Standpunkt aus betrachtet, ist die Doppik zum doppelten Nachweis befähigt, weil sie auf dem Grundsatz aufgebaut ist, daß alle buchungsfähigen Geschäftsereignisse doppelt verbucht werden, und zwar derartig, daß der Soll-Saldo der Bestandskonten gleich dem Haben-Saldo der Erfolgskonten ist. Schärsagt darüber in seinem Werk „Buchhaltung und Bilanz“1: „Da als Gewinn- und Verlustposten nur die Differenzen zwischen Soll und Haben der Bestandskonten bzw. eine einseitige Vermehrung oder Verminderung in einem Bestandskonto gebucht werden, so muß der Soll-Saldo der Bestandskonten, wie oben mathematisch bewiesen, gleich sein dem Haben-Saldo des Gewinn- und Verlustkontos. Die Probe für die Richtigkeit der Buchführung liegt daher im doppelten Nachweis des Reingewinnes.“

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • H. Müller-Bernhardt
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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