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Die formelle Tarifbildung

  • Gustav Siegel

Zusammenfassung

Im vorausgehenden hat sich gezeigt, daß unter möglichster Berücksichtigung der Faktoren, die auf den Konsum wie auf die Erzeugung der elektrischen Energie von Einfluß sind, gewisse Grundsätze zur Verteilung der Selbstkosten aufgestellt werden können. Damit ist aber die Aufgabe der Tarif bildung keineswegs erschöpft; es handelt sich jetzt vielmehr noch darum, die gewählten Prinzipien in der eigentlichen Preisstellung zum Ausdruck zu bringen, d. h. es müssen die nach irgend einem Grundsatz der Verteilung sich ergebenden Summen in unmittelbare Abhängigkeit von dem eigentlichen Verbrauche selbst gebracht werden. Denn wenn sich z. B. bei der Verteilung nach der Größe des Maximums ergeben hat, daß pro KW eine Summe von 200 M. aufzubringen ist, so kann in den allerwenigsten Fällen die Erhebung dieser Summe auch in dieser Form geschehen, sondern sie muß auf die einzelnen Verbrauchseinheiten verteilt werden. Die Zusammenstellung der Beziehungen zwischen Verbrauchseinheiten und Preisen wird das „Tarifschema“ genannt. Wenn nun auch die einzelnen Schemata sowohl nach ihrer Grundlage als auch nach ihrer Form sehr verschieden sein werden, so müssen doch stets bestimmte allgemeine Forderungen erfüllt sein, wenn anders das Tarifschema seinen Zweck erreichen soll, nämlich die Verkaufsbedingungen in einfacher, klarer und verständlicher Weise dem Konsumenten bekannt zu machen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1906

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  • Gustav Siegel

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