Apparatbehandlung der Pseudarthrosen und Lähmungen

Zusammenfassung

Die Apparatbehandlung der Pseudarthrosen bildet in der Orthopädie ein besonders schwieriges Kapitel. An der unteren Extremität, wo es nur darauf ankommt, eine starre Stütze zu bilden, werden die technischen Schwierigkeiten durch Anlegung eines Schienenhülsenapparates sich leichter überwinden lassen. Dasselbe gilt für Pseudarthrosen im Unterarm. Ganz anders hegen die Verhältnisse am Oberarm und gerade hier finden wir die weitaus häufigsten Verletzungen dieser Art. Fast jeder Fall zeigt von dem anderen mehr oder weniger erhebliche Abweichungen. Aufgabe des orthopädischen Apparates ist es, auf der einen Seite die falsche Beweglichkeit zu beseitigen, auf der anderen Seite die noch erhaltene Bewegungsfähigkeit möglichst wenig zu behindern und etwaige Komplikationen, bestehend in Versteifung oder Lähmung, zu berücksichtigen. Eine Erschwerung liegt darin, daß Apparate, die konstruktiv für den einzelnen Fall richtig sind, doch von den Verletzten nicht getragen werden, weil sie durch Druck oder durch nicht genügende Befestigung Schmerzen an der Stelle der Pseudarthrose verursachen. Es heißt dann in solchen Fällen die mittlere Linie finden und lieber auf eine etwas größere Bewegungsmöglichkeit verzichten, damit der Verletzte das Gefühl der Brauchbarkeit des Apparates gewinnt und ihn wirklich dauernd trägt. Die Beobachtungen haben ergeben, daß erhebliche Besserungen in dem Gebrauch des Armes eintreten können, wenn der Verletzte den Apparat dauernd trägt.

Abb. 1.

Collin.

Abb. la.

Schlee.

Abb. 2.

Abb. 2.

Abb. 3.

Abb. 3.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Radike
    • 1
  1. 1.Berlin-WestendDeutschland

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