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Große Schweißungen mittels Thermits im Schiffbau

  • Hans Goldschmidt

Zusammenfassung

Wenn ich Ihnen heute einen Vortrag über Schiffssteven-Schweißungen mittels „Thermit“ halte, so kann ich mich deswegen schon etwas kurz fassen, weil „Thermit“ kein so unbekannter Stoff mehr ist wie noch vor einigen Jahren. Trotzdem möchte ich mit Rücksicht auf diejenigen Herren, welche vielleicht noch nicht Gelegenheit gehabt haben, „Thermit“ kennen zu lernen, kurz erwähnen, daß dieses im wesentlichen nichts weiter ist als eine Mischung von feingepulvertem Aluminium und Eisenoxyd. Dieser Stoff besitzt nicht nur die Eigenschaft, einmal an irgendeiner Stelle entzündet, von selbst weiter zu brennen, sondern es findet bei dem hierauf folgenden chemischen Verbrennungsprozeß die Ausscheidung von ziemlich reinem Eisen und Aluminiumoxyd, sog. Korund, statt unter Entwicklung ganz außerordentlicher Temperaturen, deren Höhe nicht mehr meßbar ist und nur rechnerisch auf etwa 3000° C. festgestellt werden kann. D as aus dem Thermit erschmolzene Eisen hat die Zusammensetzung des sog. Stahlgusses, nur ist es viel heißer als flüssiger Stahl des Martinofens. Kleine und große Mengen, in Tiegel entsprechender Größe gefüllt, brennen ziemlich gleich schnell in etwa 1 Minute nieder. Wiederholt sind Mengen von 600 kg Thermit auf einmal zur Reaktion gebracht, die über die Hälfte des Gewichtes flüssigen Stahl liefern können, da es bei der hohen Temperatur des Thermiteisens möglich ist, noch mehrere Prozent Eisen gleichzeitig mit einzuschmelzen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Hans Goldschmidt

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